
»Viele Mieter waren begeistert von der modernen Technik und haben die App gleich installiert«, erzählt Elektromeister Andre Meyer. Ein paar waren skeptisch, die konnte der Profi beruhigen: »Die Technik ist sicher, hat die höchste Verschlüsselungsstufe.«
Und: Die App ist kein Muss, die Mieter kommen auch mit einem Transponder rein. Selbst mit dem guten alten Schlüssel lässt sich die Haustür weiterhin öffnen.
Mit digitalen Schließsystemen hat die WIRO Erfahrung. Rund 3.000 Mieter öffnen ihre Haustür längst ohne Schlüssel. Sie halten ihren Chip ans Lesegerät neben der Tür, die öffnet sich wie von Zauberhand. Derselbe Transponder funktioniert auch für Keller, Fahrrad- und Trockenräume. »Jeder Transponder wird individuell
programmiert, so dass er zu den richtigen Türen Zugang gewährt.« Der große Vorteil: Früher war es ein kleines Drama, wenn ein Mieter seinen Haustürschlüssel verloren hat. Manchmal musste das ganze Schloss ausgewechselt werden. Bei einer digitalen Schließanlage
reicht ein Anruf im KundenCenter, mit ein paar Klicks am PC wird der verloren gegangene Transponder gesperrt.
Die Schließanlagen in den acht Häusern in der Sassnitzer Straße und in der Lomonossowstraße setzen noch eins drauf. Der Transponder hat eine Weitbereichsfunktion, die Tür öffnet von selbst, wenn sich der Mieter nähert. »Praktisch, wenn Mieter mit Einkäufen beladen oder mit dem Rollator unterwegs sind.« Mit der Smartphone-App des Herstellers Kiwi können Mieter ihre Haustür sogar von überall öffnen. »Wenn beispielsweise ein Familienmitglied seinen Chip vergessen hat und vor verschlossener Türe steht.«
Ein Jahr dauert das Pilotprojekt mit dem neuen System. »Die Mieter müssen ihre Erfahrungen sammeln und auch wir bei der WIRO«, sagt Andre Meyer. 2026 entscheidet das Wohnungsunternehmen, ob weitere Häuser umgerüstet werden. Übrigens: Wohnungstüren stattet die WIRO nicht aus, sie sind weiterhin Mietersache.