WIRO.de
Logo Wiro Aktuell
Feine Hühnersuppe in einem roten Topf neben einer Suppenschale und zwei Scheiben Brot.

Wohnen + Leben

Feines Hühnersüppchen – unser Rezept schmeckt und macht fit

Wenn die Nase läuft und die Glieder schmerzen, kommt dieser Rat garantiert: »Iss frisch gekochte Hühnersuppe!« Sie macht uns schneller gesund. Aber warum?

Wenn die Nase läuft und die Glieder schmerzen, kommt dieser gute Rat garantiert: »Iss frisch gekochte Hühnersuppe!« Das wussten schon die Generationen vor uns und Wissenschaftler haben es bestätigt: Das Süppchen macht uns schneller gesund. Wir erklären, warum – und geben Tipps für die Zubereitung.

Entzündungshemmend

Die wichtigsten Gesundmacher in der Hühnersuppe sind Cystein und Carnosin. Die Aminosäure Cystein wirkt wie ein Hustenlöser aus der Apotheke, verflüssigt zähen Schleim und erleichtert das Abhusten. Cystein ist auch ein wichtiger Baustein von Antioxidantien und schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Carnosin kommt vorwiegend in der Muskulatur des Huhns vor – und gilt in der Forschung als »Longevity-Molekül«, weil es die Zellalterung hinauszögert. Bei Infekten blockiert das Dipeptid Entzündungsprozesse und hilft, beschädigte Zellen zu reparieren. Auch die heilsamen Mineralstoffe Zink, Eisen und Magnesium sind im Huhn reichlich vorhanden. Vitamine und Spurenelemente aus dem Suppengemüse liefern uns zusätzliche Energie.

Was lange köchelt …

Die Entzündungshemmer sind fest in den Fleischfasern gebunden. Die Brühe muss mindestens eineinhalb Stunden köcheln, damit die Strukturen aufbrechen und die Aminosäuren ins Wasser abgeben. Noch mehr Geduld ist gefragt, wenn die Suppe auch wertvolle Gelatine enthalten soll. Erst ab vier Stunden Kochzeit löst sich Kollagen aus Knochen, Knorpeln, Sehnen und wandelt sich in wasserlösliche Gelatine um. Die schützt die Darmschleimhaut und beruhigt Entzündungen im Körper.

Wärmend

Eine heiße Suppe verbessert die Durchblutung, Immunzellen gelangen so schneller an ihr Ziel. Studien haben belegt, dass Hühnersuppe den Schleimabfluss in der Nase effektiver fördert als warmes Wasser. Erkältungsviren werden schneller abtransportiert. Der Dampf und die Hitze befeuchten die Schleimhäute und lindern Reizungen.

Rezept

Sie brauchen: Suppenhuhn, Suppengrün, eine große Zwiebel, 2 Lorbeerblätter, 3 Pimentkörner,
Pfefferkörner und 1 EL Salz, Einlage nach Geschmack (Nudeln, Reis)

So geht’s: Huhn in einem großen Topf mit kaltem Wasser bedecken, zum Kochen bringen, Hitze runterschalten und Salz zugeben. Nach einer Stunde die Gewürze, zerkleinertes Suppengemüse und die halbierte Zwiebel mit Schale hinzugeben. Mindestens eine weitere Stunde köcheln lassen, bis das Fleisch fast von selbst vom Knochen fällt. Huhn herausnehmen, abkühlen lassen, Fleisch vom Knochen lösen und klein schneiden. Brühe durch ein Sieb gießen. Das Fleisch zurück in die Brühe geben. Suppe mit Nudeln oder Reis servieren, mit frischer Petersilie bestreuen.

Kochtipps:
Suppe kalt ansetzen, die Wirkstoffe lösen sich dann besser.

Sanft köcheln, große Hitze versiegelt die Poren und die guten Stoffe können nicht austreten.

Gemüse erst in der letzten Stunde dazugeben, damit die Vitamine erhalten bleiben.

Ein Schuss Apfelessig oder Zitronensaft im Kochwasser sorgt dafür, dass sich Mineralstoffe besser
aus den Knochen lösen.

Suppenhuhn statt Brathähnchen: Suppenhühner sind älter und setzen mehr wertvolle Inhaltsstoffe und Mineralien frei.

Selbstgemacht: In Dosensuppen sind zwar auch Nährstoffe enthalten, allerdings in niedriger Konzentration. Der Geschmack stammt eher aus Glutamat.

Foto: STOCK. ADOBE.COM

Andere Länder, andere Sitten

Viele Kulturen schwören auf Hühnersuppe, haben aber ihre eigene Version:

Vietnam: Die Hühnerbrühe wird mit geröstetem Ingwer, Sternanis, Zimt und Koriandersamen gewürzt. Die wirken antibakteriell und wärmend.

Indien: Pfeffer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Knoblauch bringen Schärfe ins Spiel – und
sollen die Atemwege »freibrennen«.

Mexiko: Die Hühnerbrühe wird mit reichlich Limettensaft verfeinert, das verbessert die Kalziumaufnahme und stärkt die Abwehrkräfte.

Thailand: Galgant, auch bekannt als Thai-Ingwer, Zitronengras und Kaffir-Limettenblätter werden mitgekocht, aber nicht mitgegessen. Ihre ätherischen Öle unterstützen die Heilung.

Link kopieren
Drucken
Grafik - empfangene E-Mail, Hand hält ein Mobiltelefon mit einem Icon, dass eingegangene E-Mails anzeigt

WIRO aktuell Newsletter

Neues aus der Stadt, Geschichten aus der Nachbarschaft + Tipps zu Veranstaltungen, Terminen und Freizeit in Rostock. Der WIRO-Newsletter bringt Ihnen alle vier Wochen das Beste aus unserer Heimatstadt kostenlos nach Hause.

Jetzt abonnieren!