Irgendwann stellt sich die Frage: Weiter allein zu Hause leben oder ins Pflegeheim? Manchmal fühlt sich beides verkehrt an. Zum Glück gibt es mehr als zwei Antwortmöglichkeiten. Die WIRO richtet ihre ersten beiden selbstbestimmten ambulant betreuten Wohngemeinschaften in Lütten Klein ein. Hier finden die Bewohner Anschluss und Unterstützung – und bleiben trotzdem unabhängig.
Was sind selbstbestimmte Wohngemeinschaften?
Sarah-Sophie Böttcher, stellvertretende KundenCenter-Leiterin in Lütten Klein, wird die neue Warnowallee 23a –
mit 67 Wohnungen und den beiden Wohngemeinschaften – verwalten.
Am großen Tisch frühstücken und gemeinsam
Krimis schauen. Das WG-Leben kann lustig sein.
Was bei Studenten klappt, findet auch bei Älteren
immer mehr Anhänger – nur ruhiger. In der Warnowallee
23a, einem neu gebauten Wohnblock, richtet
die WIRO zwei WGs ein. Die ersten beiden Etagen
des Zwölfgeschossers sind für die Wohnprojekte
reserviert.
Das Konzept: Jeder Bewohner bekommt
sein eigenes Reich, ein kleines Apartment mit Bad.
19 Wohneinheiten gibt es insgesamt, vier Apartments
sind für zwei Personen gedacht. Die großen Aufenthaltsbereiche
mit Küche und Terrasse teilen sich alle. So haben die Mitglieder der WG alle Möglichkeiten: Gemeinschaft, wenn sie wollen. Ruhe und Rückzug, wenn sie es brauchen. Gerade für Menschen
mit geringerem Pflegebedarf ist das WG-Modell gut geeignet. Sie haben Anschluss, trotzdem leben sie selbstbestimmt.
Eine Präsenzkraft, die die Wohngemeinschaft selbst wählt, steht allen Bewohnern zur Seite. Sie sorgt dafür, dass alles läuft, kümmert sich um Einkauf, Wäsche und Kochen, unterstützt bei organisatorischen Dingen. Weitergehende Unterstützung kann jeder individuell organisieren und einen ambulanten Pflegedienst beauftragen. Die WGs sind zum 1. Juli bezugsfertig.
Lütten Klein hat alles, was man zum Leben braucht: Warnow Park, den Boulevard mit Wochenmarkt und kleinen Geschäften, Ärzte, Apotheken, Sanitätshaus und Physiotherapeuten. Grünanlagen gibt’s überall im Stadtteil, Lichtenhagen Dorf ist nicht weit. Der Bus hält vorm Haus, mit ÖPNV sind Warnemünde und die Rostocker City fix zu erreichen. Vielfältige kulturelle Angebote gibt’s beispielsweise im Mehrgenerationenhaus, in der Stadtteilbibliothek und im Kino.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zu diesem Projekt:
Ist eine selbstbestimmte ambulant betreute Wohngemeinschaft für Jeden geeignet?
Eine wichtige Voraussetzung: Die Bewohnermüssen einen Pflegegrad haben. Es muss auch persönlich passen, man sollte sich diese Fragen ehrlich beantworten: Bin ich gern unter Menschen? Bin ich bereit, Kompromisse zu schließen? Die WG lebt vom Miteinander. Alle entscheiden zusammen, wie das
gemeinschaftliche Leben läuft. Eine wichtige Funktion kommt dem selbstgewählten WG-Beirat zu.
Eine praktische Frage:
Jeder bringt seinen Hausstand mit?
Der Gemeinschaftsbereich wird von uns komplett
eingerichtet, bis hin zum Kochgeschirr in der Einbauküche.
Platz für die privaten Dinge ist in den Apartments.
Die vermieten wir unmöbliert. Die Einzelapartments
haben rund 30 Quadratmeter. Das bedeutet:
Wer vorher eine größere Wohnung hatte, muss sich
von Dingen trennen.
WIRO-Teamleiter Thomas Krentz betreut das Wohnprojekt in der Warnowallee und beantwortet die wichtigsten Fragen.
Mit welchen Kosten kann man rechnen?
In der Pauschalmiete sind das Apartment und die Nutzung der möblierten Gemeinschaftsräume, inklusive
Betriebskosten, enthalten. Strom im eigenen Apartment, Telefon, Rundfunkbeitrag und Internetzugang,
Versicherungen und Notrufsystem zahlt jeder selbst.
Die Mitglieder der WG teilen sich die Kosten für alle Leistungen, die die Gemeinschaft beauftragt oder
festlegt, wie die Präsenzkraft oder die Verpflegungspauschale für Lebensmittel. Nach unserer unverbindlichen Schätzung können diese Kosten bei rund 700 Euro pro Bewohner und Monat liegen.
Also das Rundum-sorglos-Paket?
Fast. Für sein eigenes Reich ist jeder selbst verantwortlich. Auch pflegerische Aufgaben übernimmt
die Präsenzkraft nicht. Pflege ist Privatsache, jeder Bewohner wählt seinen Pflegedienst frei aus und
rechnet individuell mit seiner Kasse ab.
Gibt es Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung, die über die Pflegeleistungen hinausgeht?
Menschen mit Pflegegrad steht ein Wohngruppenzuschlag zu: 224 Euro monatlich zur gemeinschaftlichen
Finanzierung einer Präsenzkraft. Dazu kommt der Entlastungsbeitrag, das sind 131 Euro, zweckgebunden
für Unterstützung im Alltag, beispielsweise für die Reinigung des eigenen Apartments oder Begleitung
zu Terminen. Diese Leistungen können die Bewohner genau wie die Pflege bei einem ambulanten Dienst
beauftragen.
Warum findet die WIRO solche WGs wichtig?
Die Gesellschaft hat sich verändert. Familien leben weit verstreut, Nachbarschaften sind nicht mehr so eng wie früher. Die Folge: Viele Menschen fühlen sich im Alter einsam. In einer Wohngemeinschaft finden sie neue Bekannte und im besten Fall eine Ersatzfamilie. Wir wünschen uns, dass die Bewohner sich gegenseitig unterstützen und nacheinander schauen.
Interesse?
- 19 Apartments
- barrierefrei
- bodenebene Duschen
- große Gemeinschaftsräume
Einzug ab 1. Juli 2026
Info unter:



