Die WIRO war auch 2025 ein stabiler Anker auf dem Rostocker Wohnungsmarkt – trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen für die Wohnungswirtschaft. Gleichzeitig wächst der Druck, weiteren Wohnraum bereitzustellen. „Die Rahmenbedingungen erschweren Planung und Umsetzung vieler Projekte. Umso wichtiger ist es, dass wir verlässlich handeln und unseren Auftrag erfüllen“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung, Ralf Zimlich.
„Die Rahmenbedingungen erschweren Planung und Umsetzung vieler Projekte. Umso wichtiger ist es, dass wir verlässlich handeln und unseren Auftrag erfüllen.”
Ralf Zimlich, Vorsitzende der Geschäftsführung
Zahlen und Entwicklungen
Die WIRO hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 41,47 Millionen Euro (2024: 24,13 Millionen Euro) abgeschlossen. Der deutliche Anstieg ist auf einen einmaligen buchhalterischen Effekt im Zusammenhang mit der schrittweisen Körperschaftsteuersenkung ab dem Jahr 2028 zurückzuführen. Daraus resultierte eine wesentliche Anpassung der latenten Steuern, welche jedoch keinen zusätzlichen Liquiditätszufluss darstellen. Kurzum: Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens bleibt stabil.
Als alleinige Gesellschafterin erhält die Stadt Rostock 18,89 Millionen Euro (2024: 16,52 Millionen Euro) aus dem Bilanzgewinn. Die Eigenkapitalquote stieg auf 29,6 Prozent (2024: 28,2 Prozent) und die Bilanzsumme erhöhte sich leicht auf 1,58 Milliarden Euro.
Zum Jahresende 2025 verwaltete die WIRO insgesamt 39.915 Wohnungen (2024: 39.885), davon 35.236 eigene Wohnungen (2024: 35.179). Damit bleibt das Unternehmen der mit Abstand größte Anbieter auf dem Rostocker Wohnungsmarkt. Die Einwohnerzahl Rostocks lag bei 211.568 (2024: 211.993) und ist damit erstmals seit Jahren leicht gesunken.
Mietpreise und Leerstand
Die durchschnittliche Nettokaltmiete lag zum Jahresende 2025 bei 6,72 Euro pro Quadratmeter (2024: 6,54 Euro). Damit stellt die WIRO weiterhin bezahlbaren Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten bereit. Der Leerstand konnte weiter gesenkt werden und lag bei 0,45 Prozent (2024: 0,85 Prozent). Die Fluktuationsquote betrug 7,94 Prozent (2024: 8,52 Prozent) und bleibt im normalen Bereich eines ausgeglichenen Wohnungsmarktes.
Investitionen und Bestand
Die WIRO investierte im Geschäftsjahr 2025 rund 40 Millionen Euro in den Bestand. Davon entfielen etwa 13 Millionen Euro auf Neubauprojekte und 11 Millionen Euro auf aktivierungsfähige Maßnahmen zur Modernisierung. Im Jahr 2025 wurden 80 Neubauwohnungen fertiggestellt und vermietet.
Für die Instandhaltung wurden 26,36 Euro pro Quadratmeter aufgewendet. Schwerpunkte lagen unter anderem auf Barriere-Reduzierungen, energetischer Modernisierung und der technischen Erneuerung von Gebäuden.
Wirtschaftliches Umfeld und Herausforderungen
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bleiben angespannt. Die Baukosten sind hoch, die Finanzierung schwierig und Investitionen gehen zurück. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum hoch.
Auch steigende Energiepreise sowie regulatorische Anforderungen erhöhen den Druck auf die Branche. Hinzu kommen demografische Veränderungen, darunter eine alternde Bevölkerung und veränderte Nachfrage.
Rolle der WIRO
„Wohnen in Rostock ist eine zentrale Aufgabe für die Entwicklung der Stadt“, sagt Ingo Hübner, operativer Geschäftsführer. „Die WIRO übernimmt hier Verantwortung – wirtschaftlich solide und sozial ausgerichtet.“ Die weiterhin sehr hohe Nachfrage und der niedrige Leerstand zeigen die zentrale Rolle des Unternehmens für die Wohnraumversorgung in Rostock.
„Die WIRO übernimmt Verantwortung – wirtschaftlich solide und sozial ausgerichtet.“
Ingo Hübner, operativer Geschäftsführer
Ausblick
Die WIRO erwartet für das Jahr 2026 eine stabile operative Entwicklung, allerdings mit einem niedrigeren Jahresergebnis von voraussichtlich 23,85 Millionen Euro. Grund sind insbesondere der Wegfall des buchhalterischen Einmaleffektes bei den latenten Steuern aus 2025 sowie steigende Instandhaltungs- und Finanzierungskosten. Gleichzeitig bleibt die Investitionstätigkeit hoch, insbesondere für Bestandssanierungen und ausgewählte Neubauprojekte.
„Wir müssen Prioritäten setzen und verantwortungsvoll wirtschaften. Die kommenden Jahre werden anspruchsvoll bleiben“, so Ralf Zimlich. „Unser Ziel ist klar: bezahlbaren Wohnraum sichern und Rostock weiterhin mitgestalten.“
„Unser Ziel ist klar: bezahlbaren Wohnraum sichern und Rostock weiterhin mitgestalten.“
Ralf Zimlich, Vorsitzende der Geschäftsführung
Engagement für Rostock
Dank ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit engagiert sich die WIRO gezielt für das gesellschaftliche Leben in der Stadt. Im Jahr 2025 unterstützte das Unternehmen rund 120 Vereine, Initiativen und Institutionen in ganz Rostock. Gefördert werden Projekte, die das soziale, kulturelle und sportliche Miteinander stärken – von Stadtteilfesten und der Warnemünder Woche über die maritime Jugendarbeit bis hin zu großen und kleinen Sportvereinen. Auch Einrichtungen wie die Seenotretter, das Tierheim Schlage, der Rosi-Chor, die Bachwoche oder das Lokalradio Lohro sowie das Projekt „Lernen, aber satt“ gehören dazu.
WIRO als Arbeitgeber
Eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit ist neben der Kundenzufriedenheit eine zentrale Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg der WIRO. Unsere Mitarbeiterzahl ist leicht gestiegen – insbesondere im handwerklichen Bereich des Bauservice, sagt Ralf Zimlich. „Wir setzen auf langfristige Bindung und die gezielte Weiterentwicklung unseres Teams.“
Unter dem Dach der WIRO arbeiteten zum Jahresende 619 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Muttergesellschaft sowie weitere 89 in den vier Tochterunternehmen. Dazu zählen 7 Beschäftigte bei der Parkhaus Gesellschaft Rostock GmbH (PGR), 8 bei der WIR Wärme in Rostocker Wohnanlagen GmbH (WIR) sowie 55 bei der SIR Service in Rostocker Wohnanlagen GmbH (SIR) und 19 bei der PIR Pflege in Rostock GmbH (PIR).



