Foto: PRIVAT / Titelfoto: Mathias Rövensthal
Was bedeutet das Segeln in Deinem Leben?
»Der Regattasport war immer wichtig. Ich bin als Kind im Opti und 420er gesegelt, später Pirat und Europe, bis hin zur Mumm 36, eine schnelle Rennyacht. ›Rund Bornholm‹ war bisher ein unerfüllter kleiner Traum, weil ich während der Warnemünder Woche nie Urlaub hatte. In diesem Jahr klappt es, ich habe mich auf einer der beiden Speedsailing-Yachten eingebucht.«
Wie kann man sich als Landratte so eine Regatta vorstellen?
»,Rund Bornholm’ ist eine Offshore-Langstreckenregatta über 270 Seemeilen, also rund 500 Kilometer, von Warnemünde über die Ostsee um die dänische Insel Bornholm und wieder zurück. Das Teilnehmerfeld ist divers, es starten Renn- neben kleinen Fahrtenseglern. Letztere brauchen bei wenig Wind schonmal bis zu fünf Tage für den Kurs. Eine Rennyacht ist maximal zwei Tage unterwegs. Der Rekord lag bei 24 Stunden und 55 Minuten.«
Tagelang keinen festen Boden unter den Füßen und so wenige Quadratmeter – wie ist das?
»Es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn man seefest ist. Bisher hatte ich Glück, aber kein Segler ist vor Seekrankheit gefeit. Das Leben ist spartanisch, die Verpflegung sehr einfach. Geschlafen wird wenig, maximal drei, vier Stunden am Stück und im Wechsel.«
Gab es schon mal heikle Situationen?
»Auf der offenen Ostsee kann das Wetter plötzlich umschlagen, davor muss man stets Respekt haben.
2012 ist eine Yacht nordöstlich von Bornholm gesunken. Menschen kamen zum Glück nicht zu Schaden. Auch Mast- und Ruderbrüche sind schon vorgekommen.«



