Sieben neue Azubis gehören seit wenigen Tagen zur WIRO-Familie. Während der nächsten drei Jahre steht ihnen Andrea Blumenthal zur Seite. Die Ausbilderin der WIRO erklärt, warum sich so viele junge Leute beim kommunalen Wohnungsunternehmen bewerben.
WIRO-Kollegen mit Herz und Fachkompetenz. Foto: Mathias Rövensthal
1. August 1996, KundenCenter Evershagen. Andrea Blumenthal erinnert sich gut an ihren ersten Ausbildungstag. Die letzten Betriebskostenabrechnungen waren gerade durch und die junge Azubine sollte Unterlagen – die Stapel reichten bis unter die Decke – in die Mietakten sortieren. »Da habe ich kurz meine Berufswahl in Frage gestellt«, erinnert sie sich lachend. Die Zweifel sind verflogen, 30 Jahre später ist Andrea Blumenthal immer noch bei der WIRO, heute als Azubi-Beauftragte im Team Personal. Sie führt Bewerbungsgespräche, baut die Einsatzpläne zusammen und ist Ansprechpartnerin für die 27 WIRO-Auszubildenden, für künftige Immobilienkaufleute, Elektroniker und Anlagenmechaniker.
Die Zeiten, als Azubis sich an der Ablage bewähren mussten, sind vorbei – auch weil Akten heute fast nur noch digital existieren. »Unsere Auszubildenden haben vom ersten Tag an Verantwortung.« Zum Beispiel bei den »WIRO-Startern«: Das sind Quartiere im WIRO-Bestand, die von A bis Z vom Nachwuchs verwaltet werden. »Das Schönste an meinem Job ist zu erleben, wie die jungen Leute mit ihren Aufgaben wachsen, wie sie ihren Weg gehen.« Der führt manchmal auch zu neuen Zielen. »Ehemalige Azubis arbeiten heute als Werkstudenten bei uns, weil sie sich nach der Ausbildung für ein Vollzeitstudium entschieden haben.«
Andrea Blumenthal ist selbst ein Paradebeispiel für eine spannende WIRO-Karriere. Neben dem Job und drei Söhnen zu Hause hat die gelernte Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft für Abschlüsse als Personalfachkauffrau, Immobilienfachwirtin und Diplom-Immobilienbetriebswirtin gepaukt. »Zahlreiche Kollegen haben sich über die Jahre fortgebildet und andere Wege im Unternehmen eingeschlagen. Die WIRO bietet dafür als
großes und vielfältiges Wohnungsunternehmen gute Möglichkeiten.« Davon profitieren auch die Azubis. Die angehenden Immobilienkaufleute begleiten Projektleiter auf Baustellen, führen Wohnungsbesichtigungen durch, schauen den Kollegen in der Buchhaltung und im Forderungsmanagement über die Schulter. Auch eine Woche bei den Handwerkern im Bauservice steht im Ausbildungsplan. Für den nächsten Herbst hat Andrea Blumenthal schon die ersten Bewerbungen auf dem Tisch. Was ihr wichtig ist: »Ein gutes Zeugnis ist das eine. Mindestens genauso wichtig sind soziale Kompetenzen.« Mit einem Augenzwinkern fügt sie an: »Bewerber haben einen Pluspunkt, wenn das Anschreiben authentisch und persönlich ist – und nicht offensichtlich von einer KI verfasst wurde.«



