Beste Reste www.toogoodtogo.com/de Vor einem Dreivierteljahr hat Dieter Osterthun, Chef von Portola, zum ersten Mal von »Too Good To Go« gehört – und sein Bistro im Rostocker Hof prompt registriert. Zwischen 9 und 11 Uhr vormittags können Kunden Mahlzeiten vom Vortag abholen. Heute waren die Boxen befüllt mit überbackenem Fisch, Schnitzel oder Grillburger, dazu Beilagen und Salate. Die Kunden zahlen für eine Feinkost-Mahlzeit 5 Euro, normal wäre es dreimal so viel. Die Portionen gehen jeden Tag restlos weg, an Studenten, Familien, Geschäftsleute. »Nur ältere Leute kommen bisher selten.« Dem Gastronom geht's nicht nur darum, Essen zu retten. »Bei uns sind Lebensmittel schon vorher nicht im Müll gelandet.« Mit dem Verkauf über die App holt er wenigstens einen Teil des Warenwertes wieder rein. Kleiner Wermutstropfen für alle App-Nutzer: Sie dürfen nicht wählerisch sein. Es wird eingetütet, was übrigbleibt. Dafür machen die Kunden echte Schnäppchen und tun etwas gegen Lebensmittelverschwendung. »Too Good To Go« ging 2016 in Dänemark an den Start. Mittlerweile finden sich Anbieter und Kunden in 17 Ländern. Seit dem Start wurden weltweit mehr als 250 Millionen Überraschungstüten verkauft. Deutschlandweit sind mehr als 20.000 Betriebe dabei, in MV hat »Too Good To Go« 470 Partnerbetriebe, darunter Supermärkte, Hotels, Tankstellen, Restaurants. Heute im Angebot: Überraschungstüten von Portola und vom Lila Bäcker. Reste vom Abendbuffet von Mr. Wu. Oder eine Frühstücksbox vom aja in Warnemünde. Alles für maximal 5 Euro. Immer mehr Gastronomen, Hotels und Bäckereien aus Rostock registrieren sich bei »To Good To Go« und bieten Portionen, die übrig geblieben sind, zum vergünstigten Preis an. Auch Supermärkte verkaufen über die App Tüten mit Lebensmitteln, die bald ablaufen. So funktioniert's: Die App zeigt alle Angebote aus dem Umkreis an. Käufer reservieren und zahlen online. Normalerweise werden die Tüten von Mitarbeitern vorgepackt, müssen in einem vorgegebenen Zeitfenster persönlich abgeholt werden. Ob im Restaurant, beim Bäcker oder Supermarkt: Am Ende des Tages bleibt oft genießbares Essen übrig. Immer mehr Rostocker Unternehmen bieten Lebensmittel, die nicht verkauft worden sind, günstig über die App »Too Good To Go« an. Dieter Osterthun, Chef von Portola, mit einer »Too Good To Go«-Box. FOTO: DOMUSIMAGES FOTO: ADOBESTOCK.COM WIRO kompakt 4
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