MV schockt Herzdruckmassage ersetzt das Drücken auf dem Brustkorb das Pumpen des Herzens. Eine Art künstlicher Blutkreislauf entsteht und transportiert den Sauerstoff.« In vielen öffentlichen Gebäuden, wie Eishalle und Schwimmhalle, gibt es mittlerweile tragbare Defibrillatoren. Auch bei der WIRO in der Langen Straße hängt einer. Sind sie im Notfall nicht die beste Lösung? »Automatisierte externe Defibrillator (AED) können mit Elektroschocks das Herz wieder in den richtigen Rhythmus bringen. Die Handhabung ist einfach, das Gerät kann von Laien bedient werden. Der Ersthelfer schaltet es ein und bringt die beiden Elektroden an, eine oberhalb der rechten Brust, die andere unterhalb der linken. Der AED führt den Anwender mit Sprachanweisungen Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess. Trotzdem sind tragbare Defis nicht immer das Mittel der Wahl: Das Gerät zu holen, kostet wertvolle Minuten. Das ist nur sinnvoll, wenn mindestens drei Helfer vor Ort sind. Eine Person kann den AED holen, während die anderen sich mit der Herzdruckmassage abwechseln.« Das hört sich alles nicht so kompliziert an. Wie viele Rostocker helfen denn im Ernstfall? »Es sind in den vergangenen Jahren mehr geworden, aber es sind noch zu wenige. Nur jeder dritte Herzstillstand wird von einem Laien reanimiert. Die meisten Menschen wählen die 112 und tun dann nichts mehr – obwohl die Disponenten der Leitstelle die Anrufer telefonisch anleiten. Da wünschen wir uns mehr Zivilcourage von den Rostockern. So könnten viel mehr Menschen gerettet werden. Dass es auch anders geht, zeigt beispielsweise Norwegen: Hier liegt die Reanimationsquote durch Laien bei 70 Prozent!« Bei der WIRO haben alle Kollegen die Möglichkeit, ihr Wissen bei einem Erste-Hilfe-Kurs während der Arbeitszeit aufzufrischen. Was kann jeder Einzelne tun? »Auch andere Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern diese Möglichkeit. Ansonsten empfehle ich jedem, den Kurs privat aufzufrischen. Es gibt auch gute YouTubeVideos mit Anleitungen für eine Herzdruckmassage.« Drücken. Legen Sie die leblose Person auf den Rücken und machen den Oberkörper des Patienten frei. Knien Sie sich neben den Brustkorb. Hände übereinander und mit dem Handballen nach unten auf die Mitte des Brustkorbs legen. Drücken Sie mit ganzer Kraft und mit gestreckten Armen senkrecht von oben auf den Brustkorb. 3. Wie findet man einen tragbaren Defibrillator, wenn man ihn braucht? In Rostock hängen die Lebensretter an vielen öffentlichen Plätzen, beispielsweise in der Rathaushalle, in der Stadtbibliothek und in der Volkshochschule. Auch die Don-Bosco-Schule in der Südstadt, einige Edeka-Filialen und viele Unternehmen sind gerüstet. AEDs sind an einem grünen Hinweisschild mit einem Herzen darauf zu erkennen. Die App »MV schockt« zeigt verfügbare Defis in der Nähe an. Leider ist die Liste nicht vollständig. Die App ist kostenlos. FOTOS: DOMUSIMAGES, ADOBESTOCK.COM, YVES TIMMERMANN, GRAFIK: GRC – GERMAN RESUSCITATION COUNCIL VON Leben und Tod Zum Download: Etwa 100 bis 120 Kompressionen pro Minute, fünf bis sechs Zentimeter tief. Führen Sie die Herzdruckmassage so lange durch, bis der Notarzt eintrifft und die Versorgung übernimmt. Wechseln Sie sich nach Möglichkeit mit anderen ab – es dürfen keine Pausen entstehen. www.wiederbelebung.de WIRO mittendrin 7
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