WIRO_aktuell_Januar_2026

aktuell 01 26 Friseursalons, Telefonkette, Schulfrühstück

2 Lernen, aber satt WIRO sagt Ehrenamtlern Danke! KI: Fluch oder Segen? Das sagt Rostocker KI-Professorin Lesefutter Büchertipp des Monats Impressum Herausgeber: WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH, Lange Straße 38, 18055 Rostock, Leitung: Carsten Klehn (v.i.S.d.P.), Redaktion: Dörthe Hückel-Krause, Tel. 0381 4567-2323, redaktion@WIRO.de, Satz: WERK3 Werbeagentur, Titelfoto: Mathias Rövenstahl, Druck: Warlich Druck Meckenheim GmbH, Auflage: 34.813 Exemplare Wissenswertes Baustellen >> 10 Vereinsgeschichten >> 11 Wohnen + Leben Friseursalons >> 4 Telefonkette >> 7 Veranstaltungen + Termine Kunstclub >> 14 Eislaufen >> 16 Omas Trickkiste Bewährte Haushaltstipps Weniger Tränen beim Zwiebelschneiden: unter fließendem Wasser

3 Liebe Leserinnen und Leser, ein neues Jahr bringt frische Energie, neue Ideen und manchmal auch besondere Projekte mit sich. Für uns bei der WIRO beginnt 2026 mit einem Meilenstein, der uns besonders am Herzen liegt: Seit dem Jahreswechsel ist unsere neue Karriereseite unter www.WIRO.de/karriere online. Die WIRO ist nicht nur Vermieterin für Zehntausende Rostockerinnen und Rostocker, sondern auch eine der größten Arbeitgeberinnen der Region, mit mehr als 700 Mitarbeitern. Wir möchten transparent zeigen, wie wir arbeiten, wer wir sind – und was die Menschen ausmacht, die jeden Tag dafür sorgen, dass Wohnen bei uns gut funktioniert. Auf unserer neuen Karriereseite geben wir Einblicke in diese Welt. Dort finden Interessierte Informationen zu unseren Berufsfeldern, zu Entwicklungsmöglichkeiten und natürlich zu aktuellen Stellenangeboten. Übrigens: Alle Fotos und Videos zeigen unsere Kolleginnen und Kollegen, alle Zitate sind echt. So entsteht ein ehrliches Bild unseres Arbeitsalltags. Vielleicht kennen Sie jemanden, der sich beruflich verändern möchte oder auf der Suche nach einem guten Arbeitsplatz in Rostock ist. Vielleicht überlegen Sie selbst, wie es für Sie weitergehen könnte. Dann lade ich Sie herzlich ein, vorbeizuschauen oder den Link weiterzugeben. Wir freuen uns über jede Empfehlung und über alle, die Lust haben, Teil unseres Teams zu werden. Ich wünsche Ihnen ein gesundes, erfolgreiches und inspirierendes Jahr 2026. Ihr Michael Rohde Bereichsleiter Personal- und Sozialwesen Online KundenCenter unter www.WIRO.de/online und als App. Die KundenCenter erreichen Sie per E-Mail oder telefonisch von Montag bis Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und am Freitag von 7 bis 13 Uhr. KundenCenter Groß Klein (+Schmarl, Lichtenhagen, Warnemünde, Markgrafenheide, Diedrichshagen) grossklein@WIRO.de 0381 4567-3110 KundenCenter Lütten Klein luettenklein@WIRO.de 0381 4567-3210 KundenCenter Evershagen evershagen@WIRO.de 0381 4567-3810 KundenCenter Reutershagen (+Hansaviertel, KTV) reutershagen@WIRO.de 0381 4567-3310 KundenCenter Mitte (Stadtmitte, KTV, Südstadt, Biestow, Brinckmanshöhe) mitte@WIRO.de 0381 4567-3510 KundenCenter Toitenwinkel (+Dierkow) toitenwinkel@WIRO.de 0381 4567-3610 KundenCenter Haus- und Wohneigentum hausundwohneigentum@WIRO.de 0381 4567-3710 WIRO-Vermietung Sie erreichen uns per E-Mail oder telefonisch von Montag bis Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und Freitag von 7 bis 13 Uhr. vermietung@WIRO.de 0381 4567-4567 Sozialberatung und Forderungsmanagement Unsere Experten erreichen Sie per E-Mail oder telefonisch von Montag bis Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und am Freitag von 7 bis 13 Uhr. forderungsmanagement@WIRO.de 0381 4567-3410 PIR Pflege in Rostock GmbH Ambulante Pflege & Tagespflege Unsere Experten erreichen Sie per E-Mail oder telefonisch von Montag bis Donnerstag von 8 bis 15.30 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr info@pflegeinrostock.de 0381 4567-2910 FOTO: DOMUSIMAGES Editorial www.WIRO.de/ karriere

Treffpunkt Bei Beatrice Grunwald war in diesem Jahr nix mit großer Silvestersause. Die Friseurmeisterin und ihr Mann haben die Feiertage auf einer Baustelle verbracht. »Wir haben die Zeit zum Umbau genutzt.« Alles ist neu: Boden, Wände, Mobiliar. Schon 2022 hat die 42-Jährige den Salon in der Ulrich-von-Hutten-Straße, mit Kosmetik und Fußpflege, übernommen. Beatrice Grunwald wusste, was sie erwartet, denn seit ihrer Gesellenprüfung im Jahr 2003 gehört sie zum Team. »Dieses Team zu erhalten, war ein Grund für meinen Schritt in die Selbstständigkeit.« Auch den Stammkundinnen ist ein Stein vom Herzen gefallen. Für sie ist der Salon ein Herzstück von Reutershagen. »Bei uns laufen sich ehemalige Schulfreundinnen oder frühere Nachbarn wieder über den Weg.« Für Alleinstehende ist ein Friseurtermin manchmal auch eine Art Gesprächstherapie. »In unserem Job muss man zuhören können.« Beatrice Grunwald lauscht gern Geschichten aus dem Leben und von früher. Nur beim Thema Politik lenkt sie um. »Das ist heikel.« Reutershagen verändert sich. »In den vergangenen Jahren sind viele Familien in den Stadtteil gezogen.« Ihre Kundschaft und die Wünsche werden bunter, an den Frisierstühlen wird´s nie langweilig.. Das Team verpasst Kleinkindern den ersten Haarschnitt, Teenager-Jungs einen Vokuhila. Die Haarprofis verschönern Frauen mit der Balayage-Technik bis hin zur altbewährten Lockwelle. »Beatrice Friseurhandwerk« | Ulrich-von-Hutten-Straße 34 | 0381 808 3133 | www.beatrice-friseurhandwerk.de Viele Reutershägerinnen vertrauen Beatrice Grunwald. FOTOS: MATHIAS RÖVENSTAHL Haare und Menschen – das ist Gerlinde Möllers Leben. 1962 kam sie als Gesellin in den »Herrensalon Vogel« in der Langen Straße 1. Der Salon ging später in der PGH »Modefrisur« auf. Aus der Produktionsgenossenschaft wurde nach der Wende eine GmbH, seit 2001 ist Gerlinde Möller die Geschäftsführerin. 13 Salons in Rostock gehören zu »Modefrisur«. Eine gute Friseurin macht die Haare schön. Außerdem behält sie Geheimnisse für sich, tröstet und bringt einen zum Lachen. Ein Hoch auf einen der wichtigsten Berufe überhaupt. Aus den Rostocker Quartieren sind die Haarprofis nicht wegzudenken – allein bei der WIRO haben sich 24 Friseursalons eingemietet. Sie sind treu: Im Durchschnitt sind sie seit 19 Jahren Mieter. Wir stellen einige vor. Mit Haar und Herz BILDERRAHMEN: ADOBESTOCK.COM Wohnen + Leben 4

Nicht nur für Prinzessinnen Cindy Wrobel ist ihr schönstes Aushängeschild. Ihre goldblonden, dicken Haare reichen ihr bis zur Taille. »Cinderella Hair« kann jede haben, sie weiß es am allerbesten. Ein Steckenpferd der sympathischen Friseurmeisterin: Sie näht Tressen aus Echthaar ins Haar ihrer Kundinnen ein und zaubert ihnen eine dichte, lange Mähne. Seit 25 Jahren schneidet, strähnt und föhnt Cindy Wrobel mit Leib und Seele. Als vor drei Jahren der Salon in der Wokrenter Straße zum Verkauf stand, hat sie nicht lang gefackelt und wurde ihre eigene Chefin. Sie kümmert sich um ihre Stammkundinnen und -kunden, um Bestellungen, die Buchhaltung. 12-Stunden-Tage im Salon sind keine Seltenheit für die Unternehmerin und alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Das ist manchmal anstrengend, aber macht sie glücklich. »Ich würde es immer wieder genauso machen.« Ihr geht das Herz auf, wenn die Frauen nach Hause gehen und sich schöner fühlen. Cindy Wrobel kann nicht nur gut mit Haaren, sondern auch mit den Menschen. Für viele Kundinnen ist sie längst eine Freundin. »Ich weiß manche Dinge eher als der eigene Ehemann«, erzählt sie augenzwinkernd. Mal wird geweint, aber viel mehr gelacht. »Und wenn es sein muss, stelle ich mich auch um 22 Uhr an den Frisierstuhl.« »Cinderella Hair« | Wokrenter Straße 34 | 0381 3375 3275 | www.cinderella-hair.de Ihr Beruf ist ihre Berufung: Andrea Krautz wusste schon früh, was sie wollte. Das Maß der Dinge Als Andrea Krautz in der Schule ihre Top-3-Berufswünsche aufschreiben sollte, stand auf ihrem Zettel dreimal dasselbe: Friseurin. »Für mich gab’s keine Alternative. Ich habe schon damals meinen Freundinnen die Haare geschnitten.« Andrea Krautz wollte nie Schema F. »Für mich hat der Beruf viel mit Kreativität und Intuition zu tun.« In ihrem ersten Lehrjahr bei der »PGH Elegant«, noch zu DDR-Zeiten, wurde sie für ihren Freigeist belächelt. Sie blieb unbeirrt. Nach der Ausbildung machte sie ihren Meister. Mit Mitte 20 übernahm sie ihr erstes Geschäft. 2005 hat sie, noch unter ihrem Mädchennamen, den 300-Quadradratmeter-Salon »Andrea Pagels Intercoiffure« in der Pädagogienstraße eröffnet. Auf zwei Etagen ist Platz für ihr 14-köpfiges Team, für großzügige Frisierplätze und edle Beratungsinseln. Trends sind für die Friseurmeisterin nicht das Maß der Dinge. »Viel wichtiger ist: Was passt zum Typ? Zur Haarstruktur, zur Körperform und zum Gesicht?« Jetzt hat sie noch einen Abschluss zum Style-Coach gemacht, demnächst berät die Chefin nicht nur haartechnisch, sondern von Fuß bis Kopf, von Beinkleid bis Brillengestell. Stillstand ist Andrea Krautz ein Graus. »Ich will ständig dazulernen.« Und sie gibt ihr Wissen gern weiter: 40 Azubis hat sie in den Jahren ausgebildet. Die Verwirklichung eines Traums gibt’s nicht geschenkt. Andrea Krautz hat gekämpft wie eine Löwin. Der hohe Kredit für die Einrichtung musste abbezahlt werden. Corona hat ihr schlaflose Nächte beschert. Und die Entwicklungen in ihrer Branche stimmen sie nachdenklich: Der Friseurberuf ist für immer weniger Mädchen der Traumberuf. Dafür öffnen ständig neue Barbershops. Löhne, die Preise für Versicherungen und Materialien steigen, Kunden müssen für einen Friseurbesuch immer tiefer in die Tasche greifen. Trotz allem: Sie hat den besten Beruf der Welt, findet sie: »Wir tun den Menschen sehr gut. Das ist gerade in der heutigen Zeit so viel wert!« »Andrea Pagels Intercoiffure« | Pädagogienstraße 19-20 | 0381 448462 | www.andreapagels.de Ein Termin bei Cindy Wrobel ist so unterhaltsam wie ein Mädelsabend. Wohnen + Leben 5

FOTOS: MATHIAS RÖVENSTHAL Andrea Kanter, Thomas Gorzelak, Katrin Bechmann (v.l.), Rostocker Tafel, Schule am Schwanenteich: Das Ehrenamtler-Team um Katrin Bechmann hat Freude am Kochen – und die Jungen und Mädchen in Reutershagen haben Glück. An drei Tagen in der Woche wird rund 65 Kindern ein Frühstück vom Feinsten serviert, mit selbstgemachtem Eiersalat, Sandwiches und gesundem Kräuterquark. Manchmal gibt’s sogar Eierkuchen und zu Weihnachten ausnahmsweise Mutzen. Dafür kommen das restliche Jahr über jede Menge gesunde Vitamine auf den Tisch, mehrere Sorten Obst und Gemüse täglich. Ein leerer Magen studiert nicht gern. Trotzdem kommen viele Rostocker Schüler ohne Frühstück in die Schule. Damit sie nicht mit knurrendem Bauch im Unterricht sitzen, sorgen fünf Rostocker Vereine an neun Schulen für ein gesundes Frühstück. Allein im vergangenen Jahr haben die Ehrenamtler 110.000 Portionen zubereitet. Die WIRO unterstützt die Vereine, gemeinsam mit der OSPA und den Rostocker Stadtwerken, seit 14 Jahren. Vor wenigen Tagen haben die drei Unternehmen als Dankeschön für alle Helfer einen Empfang in der Stadthalle ausgerichtet. Tina Mentzel, DRK, »Grundschule an den Weiden«: »Das Konzept unseres Schulfrühstücks: An einem festen Tag frühstücken alle Kinder einer Klassenstufe miteinander, jede Woche eine andere. Dabei geht es um Gemeinschaft und natürlich ums gesunde Essen. Die Kinder der vierten Klasse machen sogar einen Ernährungsführerschein. Mein Kind geht auf die Schule, seit dem letzten Herbst unterstütze ich bei der Zubereitung des Frühstücks. Auch die Kinder helfen mit.« Andrea Wehmer, Rostocks Kinder-, Jugend- und Familienkoordinatorin: »Auch wenn man sich das schwer vorstellen kann: Es gibt in Rostock immer mehr Kinder, die Hunger haben. Warum Eltern ihr Kind ohne Schulbrot losschicken? Das hat vielfältige Gründe und kommt in allen gesellschaftlichen Gruppen vor. Wenn Kinder nichts im Bauch haben, können sie dem Unterricht nicht aufmerksam folgen. Sie können keine guten Leistungen bringen. Das kostenlose Frühstück ist ganz wichtig, denn es schafft gleiche Teilhabechancen für alle Kinder.« Bärbel Weißschnur, Wohltat e.V., Grundschule »Ostseekinder« in Dierkow: »Seit 16 Jahren komme ich an zwei bis drei Tagen in der Woche um 7 Uhr morgens in die Grundschulküche. Zu zweit schmieren wir bis zur Frühstückspause Stullen, schneiden Obst und Gemüse für etwa 70 Kinder. Das muss lecker aussehen, schließlich isst das Auge mit. Wenn die Kinder sich freuen, macht mich das glücklich.« Danke! 6 Wissenswertes

Zur verabredeten Zeit ruft der Erste den Zweiten auf der Liste an. Eine Frage nach dem Befinden, ein kurzer Schwatz, fünf Minuten maximal, denn schließlich wartet der nächste Rostocker schon. Wenn der Letzte aufgelegt hat, meldet er sich beim Ersten zurück – damit ist die Kette geschlossen. Seit rund drei Jahren ist die Telefonkette für einige Rostocker Seniorinnen und Senioren ein fester Termin und auch ein Halt im Leben, erklärt Hans-Jürgen Treuherz. Er arbeitet ehrenamtlich im Rostocker Seniorenbeirat mit und gehört zu den Gründern des Projekts. Die Idee: Die Anrufer schenken sich Zeit, passen aufeinander auf, wenn sonst wenige da sind. »Einsamkeit betrifft viele Ältere.« Es kann schnell gehen: Der Partner oder die Partnerin stirbt, Kontakte brechen weg, die Kinder leben am anderen Ende von Deutschland. Dazu kommen körperliche Einschränkungen, die Menschen an die Wohnung fesseln. »Die Tagesstruktur geht verloren, man gerät in die Isolation.« Fünf bis zehn Männer und Frauen, das ist die perfekte Größe für eine Telefonkette, sagt Treuherz. Wann und wie oft sie sich anrufen, entscheiden die Mitglieder selbst. »Unsere Gruppen haben sich auf den späten Nachmittag geeinigt, sie telefonieren ein- bis zweimal pro Woche.« Was passiert, wenn jemand nicht ans Telefon geht? »Wer bei uns einsteigt, hinterlegt für den Notfall die Nummer eines Angehörigen, eines Freundes oder eines Nachbarn.« Dieser Kontakt wird verständigt, wenn jemand zum abgemachten Termin nicht abnimmt. Bei Telefonaten ist es in Rostock nicht geblieben. Aus ehemals Fremden sind gute Bekannte geworden. Sie treffen sich ab und zu in größerer Runde oder zu zweit, rufen sich zu Geburtstagen an. Die Weihnachtsfeier ist schon fast gute Tradition. Der Seniorenbeirat möchte das Projekt ausbauen. Wer sich einer Telefonkette anschließen möchte, geht keine Verpflichtung oder Mitgliedschaft ein. Ein kurzer Anruf, dann wird der oder die Nächste angeklingelt. Seit drei Jahren halten Rostocker Senioren eine Telefonkette am Laufen – und passen aufeinander auf. Hans-Jürgen Treuherz: 0179 5952345 Email: telefonkette.rostock@posteo.de Seniorenbeirat: 0381 3815450 Hans-Jürgen Treuherz ist einer der Gründer der Telefonkette. Auch Patricia Fleischer engagiert sich im Seniorenbeirat und für die Telefonkette. FOTO: PRIVAT FOTO: MATHIAS RÖVENSTHAL GRAFIK: FREEPIK.COM 7 Wohnen + Leben

Was ist eigentlich KI? »Die Idee der Künstlichen Intelligenz stammt schon aus den 50er-Jahren. Wissenschaftler waren überzeugt, dass sie mit Erkenntnissen aus Neurowissenschaft und Informatik denkende Maschinen bauen können. Mathematische Neuronen sollten menschliches Denken imitieren. Es ist viel Zeit vergangen, bis Rechenleistung und Datenmengen das möglich gemacht haben. Heute reden wir über Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini, sie spielen im Alltag der Menschen die größte Rolle.« Nun haben wir die ersehnte Künstliche Intelligenz, die denken kann wie wir? »KI denkt nicht, sie berechnet Sprache und Kommunikation. Die KI rechnet mit Wahrscheinlichkeiten aus, welche Wörter, Bilder und Muster zusammengehören, welches Wort auf ein anderes folgt. Jeder Antwortsatz der KI entsteht aus tausenden mathematischen Operationen. Die Sprachmodelle geben wieder, welche Antwort im Kontext der Frage am wahrscheinlichsten ist.« Aber wenn ich ChatGPT etwas frage, bekomme ich oft richtig schlaue Antworten! »KI-Sprachmodelle werden mit wahnsinnig großen Datenmengen trainiert. Wir reden von Milliarden Wörtern. ChatGPT weiß aus allen Informationen, mit denen es gefüttert wurde – darunter Lexika, Bücher, Blogs, wissenschaftliche Texte – dass beispielsweise die Fledermaus ein Säugetier ist, weil beide Wörter immer wieder zusammen genannt werden. KI nutzt Sprache sehr überzeugend. KI kann sogar kreativ wirken, wenn sie Gedichte, Bilder oder Musik erzeugt. Aber all das ist Simulation, Stochastik und Statistik.« Was kann KI? Und was nicht? »KI kann einen klassischen Intelligenztest mit Ergebnissen bestehen, die im Bereich der Hochbegabung liegen. Sie kann Logikaufgaben und Zahlenreihen lösen, Muster erkennen, dafür wurde sie entwickelt. Aber sie ist nicht intelligent. Sie versteht die Aufgaben und ihre Bedeutung nicht im menschlichen Sinne. Wenn man die Aufgaben mit gesundem Menschenverstand kombiniert, scheitert die KI. Nehmen wir dieses Beispiel: ›Wie führe ich einen Fisch Gassi?‹ Ein Mensch würde die Frage absurd finden und sagen: ›Fische gehen nicht spazieren.‹ Die KI kann Sinn nicht von Unsinn unterscheiden, sie nimmt die Frage wörtlich, würde eher so antworten: ›Sie können ihn in einem tragbaren Aquarium transportieren.‹ KI hat keine Emotion. Sie ist nicht traurig, nicht fröhlich. Sie ist nicht kreativ, intuitiv und auch nicht empathisch.« In welchen Bereichen kann KI uns nützen? »Die KI-Sprachmodelle fassen Informationen in sehr kurzer Zeit zusammen und sparen Arbeit. Routine- und Standardaufgaben kann eine gut programmierte KI übernehmen. Wo Flexibilität, Gefühl und Spontanität gefragt sind, braucht es immer Menschen. Die großen KI-Allrounder sind aber nur eine Seite. Es gibt großartige KI-Spezialanwendungen, beispielsweise für die Medizin. In der medizinischen Bildgebung kann die KI Abweichungen von der Norm erkennen, die einem Menschen möglicherweise verborgen bleiben. Hier kann KI die Diagnostik effizient unterstützen. Auch die Uni Rostock, mit dem Zentrum für Künstliche Intelligenz in MV, entwickelt spezialisierte KI-Lösungen.« KI macht einigen Menschen Angst. Sie fürchten, sie könnte wie im Film »Terminator« außer Kontrolle geraten. Ist das berechtigt? »Die KI erfüllt nur die Aufgaben, die der Mensch ihr gibt. Sie wird nicht allein losmarschieren und angreifen. Aber natürlich lassen sich theoretisch KIs programmieren, die Schaden anrichten.« Fluch oder Segen? Terminator oder Heilsbringer? Künstliche Intelligenz begeistert die einen – und macht anderen Angst. Alke Martens, Professorin an der Uni Rostock, ist Expertin für KI, Ethik und digitale Bildung. Wir haben mit ihr gesprochen. ››KI denkt nicht‹‹ Wissenswertes 8

Sie haben einen erfolgreichen Instagram-Kanal mit mehr als 100.000 Followern, den Sie rege füllen. Warum? »Ich greife komplizierte Themen auf und erkläre sie verständlich. Wie entsteht eine Social-Media-Blase? Hört unser Smartphone uns wirklich ab? Auch gesellschaftliche Themen liegen mir am Herzen. Wie verändert KI unsere Zukunft? Ich erkläre, warum Sprachmodelle nicht objektiv sein können und warum sie Vorurteile bestätigen.« Wenn Kinder ihre Hausaufgaben nur noch von ChatGPT schreiben lassen, lernen sie nichts. Stimmt das? Und macht KI uns dümmer? »Zu meinen Schulzeiten gab's Leute, die von Goethes ›Faust‹ nur die Zusammenfassung gelesen haben. Heute nutzen Jungen und Mädchen ChatGPT, um ungeliebte Aufgaben zu bewältigen. Wenn sie die Antworten blind übernehmen, ist das bedenklich. Aber wenn sie KI als Werkzeug einsetzen, um selbst besser zu werden, ist dagegen nichts zu sagen. Auch die Schule ist gefragt. Man kann KI im Unterricht ausprobieren und die Ergebnisse kontrovers diskutieren, damit die Kinder einen kritischen Umgang lernen. Ich würde es gut finden, wenn Schüler mehr kreative Aufgaben bekämen – das kann die KI nämlich nicht. Mein Lehrstuhl ist auch für die Ausbildung der Informatik-Lehramtsstudenten zuständig. Ich bin froh, dass das Fach Informatik in MV schon ab der 5. Klasse im Lehrplan steht.« Studium: Informatik mit dem Nebenfach Medizin an der Uni Hildesheim ab 1989 Themen: KI, Medizin, Ethik, Didaktik Im Jahr 2000 kam sie als Doktorandin nach Rostock Sie war die erste Juniorprofessorin an der Uni Rostock Tausendsassa: Neben ihrem Job ist sie alleinerziehende Mutter von zwei Teenagern, schreibt Romane, malt und zeichnet, treibt Sport und geht mit ihrem Doodle Balu spazieren. Sie unterhält einen erfolgreichen Instagram-Kanal mit fast 100.000 Followern: @alkemartens Alke Martens, Professorin für Praktische Informatik und Didaktik der Informatik an der Uni Rostock: FOTOS: MATHIAS RÖVENSTHAL · FREEPIK.COM · ADOBESTOCK.COM Jeder zehnte Mensch weltweit nutzt wöchentlich ChatGPT. Das entspricht 800 Millionen. Vor einem Jahr waren es noch halb so viele. 2,5 Milliarden Anfragen verarbeitet ChatGPT pro Tag. Das neuste ChatGPTModell wurde mit 30 bis 60 Billionen Wörtern trainiert. Die könnte ein Mensch nur lesen, wenn er über einen Zeitraum von 400 Jahren rund 300.000 Bücher verschlingt. KI liest ein dickes Buch in einer Sekunde – und kann es danach zusammenfassen und darüber »reden«. ChatGPT spricht nahezu alle Sprachen, kann in über 130 Sprachen übersetzen. In einer Sekunde antwortet KI mit bis zu 200 Wörtern. ChatGPT in Zahlen (Quelle: ChatGPT) 9 Wissenswertes

18,47 = 22,77 DHHN 2016 GRUNDSTÜCKSGRENZE HAUS 1 = 0,00 DHHN 2016 Lichtenhäger Brink GRUNDSTÜCKSGRENZE HAUS 1 HAUS 2 Das Haus im Bäderstil wird sich nahtlos in die Nachbarschaft einfügen. VISUALISIERUNG: DIPL.-ING. ROLAND UNTERBUSCH ARCHITEKT UDK Zwei Wohnhäuser entstehen in der Ratzeburger Straße. VISUALISIERUNG: DIPL. ING. JÖRG NITSCHKE / ARCHITEKTURBÜRO KEIPKE ARCHITEKTEN BDA Baustart in der Wachtlerstraße Baustart in Lichtenhagen Bald ist die Lücke weg: In der Wachtlerstraße 11 in Warnemünde baut die WIRO neun Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern. Vor einem Jahr hatte das Wohnungsunternehmen das ehemalige Ärztehaus gegenüber vom Kurpark abgerissen. Das neue Gebäude soll bis Ende 2027 fertig sein. Aber erstmal geht es hinab: 62 Bohrpfähle müssen tief in die Erde, damit der Neubau mit vier Etagen auf stabilem Grund errichtet werden kann. Aktuell laufen die letzten Vorbereitungen. Die Spezial-Tiefbaufirma legt in den nächsten Wochen los. Im Frühjahr folgt die Rohbaufirma. Während der Bauarbeiten kommt es zeitweise zu Einschränkungen im Bereich der Wachtlerstraße 11 – auf dem Gehweg und der Straße. Parallel arbeiten die Stadtwerke Rostock am Ausbau des Fernwärmenetzes in Warnemünde, was ebenfalls Einschränkungen im Straßenverkehr mit sich bringen kann. Gut zu wissen: Die Wachtlerstraße trägt den Namen von Alexander Louis Wachtler, unter dessen Regie vor mehr als 160 Jahren im Auftrag der Stadt Rostock der Warnemünder Kurpark angelegt wurde. 62 neue Wohnungen entstehen in der Ratzeburger Straße in Lichtenhagen. Bis voraussichtlich Ende 2027 sollen neben dem Nordlicht ein Fünf- und ein Sechsgeschosser bezugsfertig sein. Die beiden Häuser verbindet ein gemeinsames Basisgeschoss. 30 Wohnungen sind sozial gefördert. Zur Wohnanlage gehören auch fünf Gewerbeeinheiten. Die WIRO kauft die Wohnanlage schlüsselfertig. • 3 Zweiraumwohnungen • 4 Dreiraumwohnungen • 2 Vierraumwohnungen Die Vermietung startet 2027. • 14 Ein- und Zweiraumwohnungen • 25 Dreiraumwohnungen • 9 Vierraumwohnungen • 14 Fünfraumwohnungen Die Vermietung startet 2027. 10 Wissenswertes

MIETERLEXIKON – Vor der Tür In Dierkow stehen die Chancen für einen festen Parkplatz vor der Haustür nicht schlecht. In der KTV dagegen ist eher ein Platz auf der Warteliste realistisch. »Es sieht in den Quartieren sehr unterschiedlich aus«, berichtet Torsten Kolodzeike, Leiter des operativen Managements. Vor allem Stellplätze, die zum Grundstück gehören und ans Haus angrenzen, sind begehrt. »Die sind fast alle dauerhaft an WIRO-Mieter vergeben.« Bei den Großparkflächen, beispielsweise in Toitenwinkel und Lichtenhagen, sieht es besser aus. Die WIRO vermietet feste Stellplätze an eigene Mieter – und an alle anderen Rostocker, wenn es noch Kapazitäten gibt. Ansprechpartner ist das jeweilige KundenCenter. Die Wohnungsverwalter haben einen Überblick über alle freien Stellplätze im Quartier, kümmern sich um den Mietvertrag. Für Bauch Kein nerviges Rundendrehen um den Block, keine langen Fußwege nach Hause und zurück: Ein fester Platz fürs Auto ist viel wert. Die WIRO bewirtschaftet rund 10.000 Stellplätze in allen Stadtteilen und Quartieren. Damit das System »Tafel« funktioniert, braucht es ein starkes Rückgrat. 280 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind im Einsatz. Sie holen die Waren von den Märkten, sortieren sie für die Ausgabestellen und geben sie an die Besucher aus. »Ohne sie würde es keine Tafel geben«, sagt Rolf Gauck von der Rostocker Stadtmission, der Verein ist Träger der Tafel. Der Bedarf wächst stetig: Die Tafel hat an manchen Tagen nicht genügend Lebensmittel für alle Besucher. Die Lebensmittel sind aber nicht der einzige Grund, der die Besucher anlockt. Die Ausgabestellen sind auch ein Ort der Begegnung. Hier wird erzählt und zugehört, denn oft fehlt nicht nur Geld, sondern auch sozialer Kontakt. »Das Zwischenmenschliche ist genauso wichtig.« Stellplatz gesucht? www.WIRO.de/ kundencenter Die Dauerstellplätze in den Parkhäusern werden zentral verwaltet: www.WIRO.de/parken In 18 Ausgabestellen verteilt die Rostocker Tafel Lebensmittel an mehr als 5.000 Hansestädter. Die Spenden werden von Supermärkten, Bäckereien, Drogeriemärkten gestiftet. Die Tafel braucht jede Menge Unterstützung: Geldspenden für Autos, Benzin und Strom, außerdem gestiftete Lebensmittel und Drogerieprodukte. Rostocker können auch Zeit schenken und das Tafel-Team in den Sammelstellen, bei der Ausgabe oder als Fahrer unterstützen. www.rostocker-tafel.de Hilfe gesucht! Mehr über die Rostocker Tafel in der neusten Folge der Vereinsgeschichten, eine Kooperation von Regio TV Rostock und WIRO: www.WIRO.de/youtube und Herz Wer für sein Auto am liebsten ein trockenes Dach über dem Kopf haben möchte, kann auch einen Dauerstellplatz in einem der sechs WIRO-Parkhäuser anmieten. In Warnemünde, in der Altstadt und in der Schillingallee gibt es aktuell freie Plätze – nicht nur für WIRO-Mieter. Vereinsgeschichten Wissenswertes 11

Zu viel Salz ruiniert jede Suppe, ob verliebt oder nicht. Eine geschälte Kartoffel, entweder im Ganzen oder gerieben, saugt Salz wie ein Schwamm auf. Die ganze Kartoffel kann man am Ende wieder aus der Suppe fischen. Funktioniert auch bei Soßen oder Gulasch. So gut wie Elsterglanz: Silber- und Goldschmuck werden mit Mineralwasser wieder blank. Schmuckstücke in ein Glas Mineralwasser legen, ein paar Tropfen mildes Spülmittel dazugeben. Zehn Minuten einweichen lassen, dann lösen sich Schmutz und Angelaufenes. Was Oma wusste Aus wenig viel machen, das war die Stärke unserer Großmütter. Hausfrauen mussten sich mit einfachen Hausmittelchen helfen, die lagen nicht fix und fertig im Supermarktregal. Davon können wir uns ruhig eine Scheibe abschneiden. Und: Omas Tipps sind oft umweltfreundlicher, auf jeden Fall günstiger. Honig neigt nach einiger Zeit zur Kristallbildung. Stellen Sie das Glas in ein warmes Wasserbad und er ist wieder flüssig. Kieselgel – das sind die kleinen Tütchen in vielen Verpackungen, die Nässe absorbieren – werfen wir meistens sofort weg. Dabei ist es noch für einiges zu gebrauchen. In regennassen Schuhen und Taschen saugt es das Wasser auf. Wenn ein Handy feucht geworden ist, könnte es in einem Behälter mit Kieselgeltütchen gerettet werden. In müffelnden Sporttaschen nehmen sie Schweißgeruch und Feuchtigkeit auf. Zahnpasta … … macht nicht nur Beisserchen sauber. Die winzigen Schleifpartikel reinigen auch vergilbte Fliesenfugen. Selbst Kinderzeichnungen an Wänden, mit Buntstift und Kugelschreiber, kann die Paste entfernen. Einfach einen Klecks weiße Zahnpasta auf ein Stück Küchenrolle geben. Vorsichtig über die bemalten Stellen reiben und mit einem feuchten Tuch abwischen. Ein Malheur mit Rotwein auf einem Holztisch – da muss man fix handeln, bevor der Wein tief ins Holz zieht. Hausfrauentrick: Rotweinfleck mit Rasierschaum einsprühen, einwirken lassen und mit klarem Wasser abwaschen. Damit Milch nicht überkocht, bestreicht man den Topf am oberen Rand mit etwas Butter. So bildet sich keine Milchhaut. Die sorgt sonst für die Entstehung des Schaumes, der am Ende überquillt. Weniger Tränen beim Zwiebelschneiden: Halten Sie die geschälte Zwiebel vorm Würfeln ein paar Sekunden unter fließendes Wasser. 12 Wohnen + Leben

Glattlederschuhe mit einer halben Zitrone einreiben – soll Hochglanz bringen! Pflaster abziehen, das ziept! Dagegen hilft Speiseöl. Aufs Pflaster geben, kurz einwirken lassen. Dann löst sich das Pflaster fast von allein. Benutzte Schwarze-Tee-Beutel sind noch nützlich: Dreckige Töpfe in der Spüle einweichen lassen, einen benutzten Teebeutel dazugeben – die Gerbstoffe lösen Fett und Eingebranntes ohne Schrubben. Zum Fensterputzen ist eine Mischung aus schwarzem Tee und dem Saft einer halben Zitrone empfohlen, für streifenfreien Glanz. Drei Teebeutel, die über Nacht im Klobecken wirken, sollen Ablagerungen und Verfärbungen entfernen. Gemahlener Kaffee bindet Gerüche, auch unangenehme. Ein Schälchen im Kühlschrank neutralisiert und sorgt für einen angenehmen Duft. Etwa alle vier Wochen auswechseln. FOTO: STOCK.ADOBE.COM Siegfried Kirchner kümmert sich um alle Fahrräder in der Familie. »Wir hatten noch nie ein Rad in der Werkstatt.« Sein Wissen will der Rentner aus Reutershagen weitergeben. Er betreut das neuste Projekt der Nordlichtschule in Lichtenhagen: Einmal in der Woche bringt er Schülern im Ehrenamt bei, wie sie ihr Zweirad selbst reparieren können. Die Idee hatte Schulleiter Nico Müller. Wenn er seine Schülerinnen und Schüler fragt, warum sie nicht öfter mit dem Rad unterwegs sind, kamen Antworten wie diese: Der Vorderreifen ist platt. Die Kette zerrissen. Viele Drahtesel stauben im Keller ein, defekt und nutzlos: »Eine Reparatur in der Werkstatt ist teuer.« Der umtriebige Schulleiter hat aus der Not eine Tugend gemacht. Die Nordlichtschule wurde schon ausgezeichnet für ihre vorbildliche berufliche Orientierung. »Da passt eine Fahrradwerkstatt perfekt.« Er hat den Ortsbeirat und die Jahresköste der Kaufmannschaft zu Rostock begeistert – sie haben die finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt. Der ASB ist Kooperationspartner. Noch im vergangenen Jahr wurden zwei Schuppen auf dem Schulhof aufgestellt, ausgestattet mit Werkzeug und Ersatzteilen. Alle Mobilpunkte und ihre Angebote auf www.geoport-hro.de/mobilpunkte Reparaturstationen Platten? Sattel zu hoch? An folgenden Mobilpunkten, gekennzeichnet durch blaue Infostelen, hat die Hanse- und Universitätsstadt kleine FahrradReparaturstationen mit Werkzeug eingerichtet: Am Gertrudenplatz, am Klenow Tor, in Lütten Klein Zentrum, am Hannes-Meyer-Platz und am Dierkower Kreuz können Rostocker sich selbst helfen. Mach doch selber FOTOS: MATHIAS RÖVENSTHAL Ehrenamtlich schrauben Siegfried Kirchner und Henryk Henschke mit Schülern. 13 Wohnen + Leben

Lesen ist großartig – nur was? Für alle WIRO-Mieter, die Inspiration suchen, präsentiert der Rostocker Buchblogger Stefan Härtel jeden Monat ein aktuelles Buch. Der erste Buch-Tipp des Jahres: »Königin Esther« von John Irving. Im neuesten Roman des US-amerikanischen Autors geht um die Winslows, ein Ehepaar, das sich Anfang des 20. Jahrhunderts eine kleine Schar Kinder zusammenstellt, alles Mädchen, alle aus Kinderheimen. Die jüngste im Bunde, Honor, bekommt als Kindermädchen die junge Esther an die Hand, auch sie ist ein Waisenkind. Im Laufe der Jahre interessiert sich Esther zunehmend für ihre leiblichen Eltern, die als Juden einst aus Europa emigrierten, jedoch früh starben. Als Esther alt genug ist, verlässt sie die Winslows und das beschauliche New Hampshire Richtung Wien, geht später nach Haifa, wo sich in den Wirren der Weltgeschichte ein neuer Staat bildet. Zuvor jedoch geht sie einen Pakt mit Honor ein: Sie wird sich schwängern lassen und als Leihmutter ein Kind für Honor gebären. Für die Niederkunft kehrt Esther noch einmal zurück und verschwindet dann für immer. Wer mehr wissen will: Eine ausführliche Besprechung zu diesem komplexen Familienroman gibt es auf www.WIRO.de/magazin Booksters Buchtipp John Irving, »Königin Esther«, Hardcover übersetzt von Peter Torberg und Eva Regul Diogenes Verlag 2025, 560 Seiten, 32 Euro FOTO: MATHIAS RÖVENSTHAL Erich Kästner, Bertolt Brecht oder Mascha Kaléko – Hans Ticha hat ihre literarischen Texte eindrucksvoll illustriert. Im nächsten WIRO-Kunstclub für Erwachsene in der Rostocker Kunsthalle versuchen sich auch die Teilnehmer daran, Worte in Bilder zu übersetzen. Gedichte und Textauszüge inspirieren sie zu Kunstwerken aus Papier, Farbe und grafischen Elementen. WIRO-Kunstclub 28. Februar, 18 – 20 Uhr Kunsthalle Rostock Erwachsene Tanja Zimmermann 23 € Naomi.Bergmann@kh-rostock.de oder 0381 4404 0511 Wann? Wo? Für wen? Kursleitung? Teilnahmegebühr? Anmeldung? Freie Plätze gibt es auch noch für den nächsten Kunstclub für Erwachsene am 31. Januar von 18 bis 20 Uhr. Veranstaltungen + Termine 14

Lösungswort: Finde den richtigen Schatten zum Socken. FOTOS: ADOBE STOCK.COM Verbinde die Zahlen! 15

FOTOS: ADOBESTOCK.COM Rätselauflösung Heizkoerper Am 7. und 8. März dürfen WIRO-Mieter wieder umsonst Schlittschuhlaufen, die WIRO lädt zum Familienfest in die Eishalle ein. Den Coupon für freien Eintritt und kostenlose Schlittschuhausleihe gibt’s im nächsten Heft. Vormerken www.WIRO.de/Magazin Holen Sie sich die »WIRO aktuell« direkt auf den Bildschirm – immer aktuell und sofort verfügbar. Lust auf weniger Papier im Briefkasten? Das gedruckte Magazin können Sie bei Ihrem Wohnungsverwalter abbestellen – und hier bequem digital weiterlesen! www.WIRO.de/Newsletter Alle vier Wochen direkt in Ihrem E-MailPostfach: Unser kostenloser Newsletter ist die perfekte Ergänzung zum gedruckten Mieter-Magazin. Neugierig? Einfach anmelden und immer bestens informiert bleiben!

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