WIRO_Februar_2026

Entzündungshemmend: Die wichtigsten Gesundmacher in der Hühnersuppe sind Cystein und Carnosin. Die Aminosäure Cystein wirkt wie ein Hustenlöser aus der Apotheke, verflüssigt zähen Schleim und erleichtert das Abhusten. Cystein ist auch ein wichtiger Baustein von Antioxidantien und schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Carnosin kommt vorwiegend in der Muskulatur des Huhns vor – und gilt in der Forschung als »Longevity-Molekül«, weil es die Zellalterung hinauszögert. Bei Infekten blockiert das Dipeptid Entzündungsprozesse und hilft, beschädigte Zellen zu reparieren. Auch die heilsamen Mineralstoffe Zink, Eisen und Magnesium sind im Huhn reichlich vorhanden. Vitamine und Spurenelemente aus dem Suppengemüse liefern uns zusätzliche Energie. Übrigens: Rinderbrühe ist mindestens ebenso reich an guten Inhaltsstoffen. Aber Hühnerbrühe ist leichter und magenschonender – und darum bei Krankheit die bessere Wahl. Wärmend: Eine heiße Suppe verbessert die Durchblutung, Immunzellen gelangen so schneller an ihr Ziel. Studien haben belegt, dass Hühnersuppe den Schleimabfluss in der Nase effektiver fördert als warmes Wasser. Erkältungsviren werden schneller abtransportiert. Der Dampf und die Hitze befeuchten die Schleimhäute und lindern Reizungen. Wenn die Nase läuft und die Glieder schmerzen, kommt dieser gute Rat garantiert: »Iss frisch gekochte Hühnersuppe!« Das wussten schon die Generationen vor uns und Wissenschaftler haben es bestätigt: Das Süppchen macht uns schneller gesund. Wir erklären, warum – und geben Tipps für die Zubereitung. Was lange köchelt … Die Entzündungshemmer sind fest in den Fleischfasern gebunden. Die Brühe muss mindestens eineinhalb Stunden köcheln, damit die Strukturen aufbrechen und die Aminosäuren ins Wasser abgeben. Noch mehr Geduld ist gefragt, wenn die Suppe auch wertvolle Gelatine enthalten soll. Erst ab vier Stunden Kochzeit löst sich Kollagen aus Knochen, Knorpeln, Sehnen und wandelt sich in wasserlösliche Gelatine um. Die schützt die Darmschleimhaut und beruhigt Entzündungen im Körper. Feines Süppchen Andere Länder, andere Sitten Vietnam: Die Hühnerbrühe wird mit geröstetem Ingwer, Sternanis, Zimt und Koriandersamen gewürzt. Die wirken antibakteriell und wärmend. Viele Kulturen schwören auf Hühnersuppe, haben aber ihre eigene Version: Indien: Pfeffer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Knoblauch bringen Schärfe ins Spiel – und sollen die Atemwege »freibrennen«. 4h C₃H₇NO₂S 12 Wohnen + Leben

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