Kunsthallenrundgänge zu gewinnen WIRO-Mieter können einen kostenlosen, geführten Rundgang durch die Ausstellungen ergattern – wenn sie fix sind. Am 1. September führt ein Experte durch die Schau von Hedwig Holtz-Sommer (17 – 18 Uhr), am 2. September ab 17 Uhr ist Janosch an der Reihe. So machen Sie mit: Am 17. August zwischen 13 und 15 Uhr bei der Kunsthalle unter 0381.44040511 anrufen, die ersten gewinnen die Plätze. Beide Führungen sind auf maximal 25 Besucherinnen und Besucher begrenzt. Der WIRO-KunsthallenSommer geht weiter Auch für Hedwig Holtz-Sommer (1901–1970) hat das Wohnungsunternehmen die Patenschaft übernommen. Rund 80 Werke der Vertreterin der Ahrenshooper Künstlerkolonie sind ab 14. August im Schaudepot zu sehen. Eindringliche Porträts, feine Aquarelle und farbenprächtige Blumenstillleben spiegeln ihren kurvigen Lebensweg wider, vom deutschen Kaiserreich über das Dritte Reich bis in die DDR. Hedwig Holtz-Sommer »Auf das Menschliche kommt es an …« | 14. August bis 22. November Schön ist´s nicht nur in Panama Kennen Sie Horst Eckert? Wahrscheinlich schon – unter seinem Künstlernamen Janosch. Die Kunsthalle Rostock widmet dem Erfinder der Tigerente eine Ausstellung, unterstützt von der WIRO. FOTOS: MATHIAS RÖVENSTHAL HEDWIG HOLTZSOMMER, OHNE TITEL (PORTRAIT DER NICHTE), 1946, Ö L AUF LEINWAND / DR. RICARDA SWOBODA (PRIVATBESITZ) I n Mathias Wedler-Schmidts Kindheit waren eher Dig, Dag und Digedag angesagt als die Tigerente und Günter Kastenfrosch. »Die gab´s bei uns im Osten nicht«, erklärt der 49-jährige Rostocker. Als Vater von vier Kindern, heute zwischen 5 und 25 Jahren, wurde er später doch noch ein Fan vom Kinderbuch »Oh, wie schön ist Panama«. »Das habe ich oft und gern vorgelesen, weil es darin um wichtige Dinge wie Freundschaft, Zuhause und Freiheit geht.« Als im Kunsthallen-Team die Frage gestellt wurde, wer zum 95. Geburtstag von Janosch eine Ausstellung kuratieren möchte, hat er nicht lange überlegt. Die Schau entstand in Kooperation mit dem Neuen Kunstmuseum Tübingen. Das Haus verwaltet den umfangreichen Vorlass des Künstlers und so konnten die Rostocker aus dem Vollen schöpfen. »Die meisten denken sofort an die Tigerente, aber das war nur ein kleiner Teil von Janoschs Werk.« Seine berühmteste Figur hat den Künstler manchmal sogar genervt. Janosch war – obwohl er sein Kunststudium wegen »mangelnder Begabung« abbrechen musste – ein vielfältiger Kreativer. Mehr als 150 Bücher hat er mit seinem berühmten Zitterstrich illustriert. Er hat Romane und Theaterstücke für Erwachsene verfasst, darin die katholische Kirche und die deutsche Spießbürgerlichkeit aufs Korn genommen. Janosch hat klassische Landschaften, Stillleben und Akte gemalt. Auch sein Alter Ego, der nackte Lebensphilosoph Herr Wondrak, wurde mit einer wöchentlichen Cartoon-Kolumne im ZEITmagazin Kult. Im Rundgang der Kunsthalle wird jede Facette zu sehen sein, 150 Werke insgesamt. Mathias Wedler-Schmidts persönlicher Höhepunkt: Janoschs Atelier von Teneriffa, seine kreative Höhle. »Sogar das Bett, in dem er geschlafen hat, ist hier – mit der originalen Bettwäsche mit Tigerentenmotiv.« Zum ersten Mal zeigt die Kunsthalle eine Ausstellung für die ganze Familie. Die Lütten müssen sich nicht ihre Hälse verrenken, wenn sie etwas betrachten wollen. Die Bilder werden auf Knirpsen-Augenhöhe aufgehängt und im Plastiksaal wird ein großer Spielplatz aufgebaut: mit Malstation, Trickfilm-Ecke, Platz zum Turnen und Toben. »Wir wollen unsere Besucher von Morgen fürs Museum begeistern.« »Janosch – Mein Panama« Familienausstellung in der Kunsthalle | bis 13. September www.kunsthallerostock.de 5 Veranstaltungen + Termine
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