Die Älteren kennen es noch anders: Früher hatte in vielen Häusern reihum jeder Bewohner mal Flurdienst, musste selber fegen und schrubben. »Das ist heute die Ausnahme«, erklärt Torsten Kolodzeike, beim Wohnungsunternehmen Teilbereichsleiter für Operatives Management. Seit Profis die Arbeit erledigen, kostet es für Mieter zwar ein paar Euro extra, denn die Reinigung wird mit den Betriebskosten umgelegt. Aber die meisten sind froh, sagt er: »Das spart Zeit und das Ergebnis ist besser.« Die WIRO hat externe Dienstleister verpflichtet – und setzt seit fünf Jahren auf die eigene Reinigungstochter. Die SIR-Gebäudereinigung putzt mittlerweile den halben WIRO-Bestand, rund 1.300 Objekte in allen Stadtteilen.
In der SIR-Schaltstelle in der Langen Straße stellt Leiter Philipp Beier Dienstpläne und Touren für die 52 Kollegen zusammen. Nebenbei waschen moderne Hochleistungsmaschinen täglich Hunderte Wischbezüge. Die SIR-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter müssen keine schweren Wassereimer schleppen: Die Möppis werden vor Arbeitsbeginn in Wasser und umweltfreundlichem Reinigungsmittel getränkt. Die SIR-Mitarbeiter wienern allein oder im Zweierteam, jeder hat feste Objekte. »Seit die Reinigung in unserer Hand liegt und wir mehr Einfluss auf die Qualität haben, sind die Mieter zufriedener«, erklärt Philipp Beier. Der Leistungskatalog ist fest definiert: Fegen und Wischen, Handläufe, Sockelleisten, Treppengeländer, Lichtschalter und Fensterbretter entstauben. Einmal im Monat werden Kellerflure und Gemeinschaftsräume geputzt.
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