WIRO_April_2026

Bewegung ist wichtig. Für die Gesundheit, das geistige Wohlbefinden. Das gilt für alle. Der Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport MV (VBRS) fördert Sportangebote für Menschen mit Einschränkungen. Wir haben mit Geschäftsführer Reno Tiede gesprochen. In Kürze: Was macht der VBRS? Unser Verband initiiert und koordiniert Sport für Menschen mit Behinderungen und den Rehasport. Menschen mit oder nach einer Erkrankung bekommen vom Arzt eine Verordnung, beispielsweise für Aquagymnastik oder Herzsport. Rehasport darf nicht jeder anbieten. Wir bilden Übungsleiter in den Profilen Orthopädie, Psychiatrie und Innere Medizin aus, die dann in Physiotherapiepraxen, Vereinen und Studios arbeiten. Allein in diesem Jahr rechnen wir mit rund 70 neuen Übungsleitern. Daran sieht man, dass die Nachfrage nach Rehasportangeboten groß ist. Auf der anderen Seite fördern wir den Breiten- und Leistungssport für Menschen mit körperlichen, geistigen und Sehbeeinträchtigungen. Rostocker Vereine bieten rund 10 Para-Sportarten an. Die Rostocker Goalballer, bei denen Sie sich selbst mit viel Herzblut als Spieler und Trainer engagieren, kennt man. Was gibt´s sonst noch? Wir haben in Rostock vier Leistungszentren für den Parasport: für Goalball, Leichtathletik, Schwimmen und Rollstuhlfechten. Aktuell haben wir 22 Bundeskader und 33 Landeskader, so viele wie noch nie. Genauso wichtig ist uns der Breitensport. Inklusiver Mannschaftssport ist längst etabliert: die Inklusionsmannschaft vom F.C. Hansa Rostock mit etwa 100 Sportlern, Rollstuhlbasketball beim PSV oder eben Goalball. Für jede Art von Beeinträchtigung gibt es Angebote, von Tischtennis bis Radsport. Für die Jüngsten geht es los mit den »Para Youngstars«: Kinder zwischen drei und zehn Jahren können unterschiedliche Sportarten ausprobieren, später gehen sie dann hoffentlich in einen Verein. Warum ist Parasport wichtig? In MV ist fast jedes zweite Kind übergewichtig. Wenn man früh Freude am Sport und an der Bewegung entwickelt, prägt das fürs Leben. Für Kinder mit Einschränkungen gilt das in besonderer Weise. Wer nicht sehen kann oder eine Prothese hat, bewegt sich weniger und langsamer. Da muss es passende Angebote geben. Wie finden Familien passende Angebote? Viele Eltern von Kindern mit Einschränkungen hören ein »Nein«, wenn sie ihr Kind irgendwo anmelden wollen – und geben dann auf. Sie können sich an uns wenden, wir kennen die Vereine und haben das Netzwerk. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, ist bei unseren Para Games am 2. Mai willkommen. An vier Standorten richten wir Wettkämpfe in fünf Para-Disziplinen aus. Wir freuen uns über viele Zuschauer. Parallel veranstalten wir ein Familienfest an allen vier Wettkampfstätten mit vielen Mitmachstationen. In diesem Jahr wird es einen besonderen Shuttle zwischen den Stationen geben: barrierefreie Pferdekutschen. Sport für alle Goalball: CJD-Campus Para Leichtathletik: Leichtathletikstadion Rollstuhlbasketball: Arena Tschaikowskistraße Rollstuhlfechten: Komplexhalle am Leichtathletikstadion Inklusions-Fußball: CJD-Campus Familienfest: 2. Mai, 10-13 Uhr kostenlos & barrierefrei! Programm unter: www.vbrs-mv.de/para-games Para Games am 2. Mai TalentTage »Wir zeigen dir den Weg in deine Para Sportart« am 5. und 6. Juni Infos: www.vbrs-mv.de/talenttage FOTOS: MATHIAS RÖVENSTHAL 12 Wissenswertes

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