WIRO_April_2026

aktuell 04 26 Treue Mieter, putzige Tierbabys im Zoo und neue Hausmeister

2 Nachwuchs im Zoo Besuch bei den Tierbabys Reiseklub Lübeck im Mai Impressum Herausgeber: WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH, Lange Straße 38, 18055 Rostock, Leitung: Carsten Klehn (v.i.S.d.P.), Redaktion: Dörthe Hückel-Krause, Tel. 0381 4567-2323, redaktion@WIRO.de, Satz: WERK3 Werbeagentur, Titelfoto: Mathias Rövenstahl, Druck: Warlich Druck Meckenheim GmbH, Auflage: 34.708 Exemplare Wissenswertes Quartiershausmeister >> 6 Fahrräder im Haus >> 10 Wohnen + Leben Treue Mieter >> 7 Kempowski-Archiv >> 9 Veranstaltungen + Termine Buchtipp >> 14 Termine >> 16 Für Rostock Diese Projekte unterstützt die WIRO »Menschen am Wasser« WIRO betreut Reliefbrunnen

3 Liebe Leserinnen und Leser, wie oft sind Sie in Ihrem Leben schon umgezogen? Bei mir kommen ein paar Wohnungswechsel zusammen – wie wahrscheinlich bei den meisten. Aber es geht auch anders: Auf Seite 7 stellen wir einen Mieter vor, der seit 80 Jahren in denselben vier Wänden lebt, weil er sich in seinem WIRO-Haus, in seiner Straße so wohl fühlt. Digitale Medien hin oder her. Bücher haben nach wie vor einen wichtigen Stellenwert. Gleich ein paar Geschichten in dieser Ausgabe drehen sich darum. Auf den Seiten 8 und 9 stellen wir Menschen vor, die sich für Literatur engagieren. Und seit Anfang des Jahres haben wir eine neue Rubrik: Der Rostocker Literaturblogger Stefan Härtel empfiehlt in jeder Ausgabe unseres Mietermagazins ein Buch. Übrigens: Am 23. April ist Welttag des Buches. Vielleicht eine gute Gelegenheit, die Nase nach Feierabend mal wieder in ein gutes Buch zu stecken. Nach einem Arbeitstag sind meine Kollegen und ich aktuell ganz schön knülle. Es ist viel zu tun in den großen WIRO-Wohnanlagen. Aber es ist ein schönes Gefühl, wenn alles in Schuss ist und die Mieter sich wohlfühlen. In ein paar Wochen startet die WIRO in Lütten Klein ein Pilotprojekt: Zwei Quartiershausmeister sorgen für Sauberkeit und Ordnung in ihrem Revier. Mehr lesen Sie auf Seite 6. Ich freue mich auf die neuen Kollegen! Ihr Gerd Wegner WIRO-Hausmeister in der Bertolt-Brecht-Straße Online KundenCenter unter www.WIRO.de/online und als App. Die KundenCenter erreichen Sie per E-Mail oder telefonisch von Montag bis Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und am Freitag von 7 bis 13 Uhr. KundenCenter Groß Klein (+Schmarl, Lichtenhagen, Warnemünde, Markgrafenheide, Diedrichshagen) grossklein@WIRO.de 0381 4567-3110 KundenCenter Lütten Klein luettenklein@WIRO.de 0381 4567-3210 KundenCenter Evershagen evershagen@WIRO.de 0381 4567-3810 KundenCenter Reutershagen (+Hansaviertel, KTV) reutershagen@WIRO.de 0381 4567-3310 KundenCenter Mitte (Stadtmitte, KTV, Südstadt, Biestow, Brinckmanshöhe) mitte@WIRO.de 0381 4567-3510 KundenCenter Toitenwinkel (+Dierkow) toitenwinkel@WIRO.de 0381 4567-3610 KundenCenter Haus- und Wohneigentum hausundwohneigentum@WIRO.de 0381 4567-3710 WIRO-Vermietung Sie erreichen uns per E-Mail oder telefonisch von Montag bis Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und Freitag von 7 bis 13 Uhr. vermietung@WIRO.de 0381 4567-4567 Sozialberatung und Forderungsmanagement Unsere Experten erreichen Sie per E-Mail oder telefonisch von Montag bis Donnerstag von 7 bis 17 Uhr und am Freitag von 7 bis 13 Uhr. forderungsmanagement@WIRO.de 0381 4567-3410 PIR Pflege in Rostock GmbH Ambulante Pflege & Tagespflege Unsere Experten erreichen Sie per E-Mail oder telefonisch von Montag bis Donnerstag von 8 bis 15.30 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr info@pflegeinrostock.de 0381 4567-2910 FOTO: MATHIAS RÖVENSTAHL Editorial

Lahn. Dass es diesmal wieder funktioniert hat, hoffen auch andere Zoos. Sie warten sehnlich auf weiblichen Nachwuchs aus Rostock. 1899 wurde der Rostocker Zoo als Wildgarten eröffnet. Seitdem kamen immer neue Arten dazu, das Gelände wurde erweitert, Unterkünfte gebaut. Etwa 500 Tierarten leben mittlerweile im Zoo. In den vergangenen Jahren wurden beengte Gehege durch großzügige, naturgetreue Anlagen wie das Polarium ersetzt. Früher ging es nur ums Angucken, heute geht es auch um Bildung: Wer Tiere so hautnah erlebt, versteht besser, warum Arten- und Naturschutz wichtig sind, erklärt die Verhaltensbiologin Daniela Lahn. Zoos haben noch eine andere wichtige Aufgabe: Sie züchten, um bedrohte Tierarten vor dem Aussterben zu bewahren. Rostock ist an 70 Erhaltungszuchtprogrammen beteiligt. Unter der Regie eines festgelegten Zoos wird die Zucht aller Exemplare einer Art in Menschenobhut koordiniert. Die Zoos arbeiten dafür europaweit zusammen. Das Ziel: eine genetisch gesunde und resiliente Reservepopulation. Die ZwergtagDen ersten Nachwuchs des Jahres muss man suchen. Die Echsenbabys sind nur wenige Millimeter lang, zwischen den Blättern und Ästen schwer zu erspähen. Aber Geduld lohnt sich, denn sie tragen ihren bezaubernden Namen nicht umsonst: Himmelblaue Zwergtaggeckos leuchten türkis, grasgrün oder königsblau. Obwohl sie schon Anfang Januar geschlüpft sind, machen sie noch ein großes Geheimnis um ihr Geschlecht. Das kann das Aquarium-Team erst bestimmen, wenn die Geckos erwachsen sind. Fakt ist: Männchen gibt es in deutschen Tierparks genügend, Weibchen sind Goldstaub. Aber ohne Damen lässt sich nicht züchten. Der Rostocker Zoo hatte Glück und hat weibliche Tiere ergattert. Das Team weiß inzwischen sogar, wie man Mädchen »macht«. Die Pfleger sammeln die Eier ein, kleiner als ein Tic Tac, und deponieren sie in einem Brutkasten. »Dort ist es kühler als in den Terrarien und das sorgt eher für Mädels«, erklärt Kuratorin Daniela Im Zoo geht es gerade zu wie auf einer Geburtenstation, im Frühling ist Nachwuchszeit. Nicht alle Tierbabys zeigen sich den Besuchern. Wir haben mit der Kuratorin für Säugetiere, Daniela Lahn, hinter die Kulissen geschaut. Die Pinguine haben ihren Nachwuchs in den Bruthöhlen im Kunstfelsen versteckt. Die Küken kommen erst mit circa acht Wochen heraus, dann sind sie schon fast ausgewachsen. Himmelblauer Zwergtaggecko Na, Baby! Wohnen + Leben 4

Nicht immer ist die Fortpflanzung so ein Selbstläufer wie bei den Schafen. Die Zwergflusspferde beispielsweise tun sich schwer. Nimba und Onong haben in mehr als zehn Jahren nur ein Baby bekommen, das war 2020. »Es ist kompliziert. Ohne dass wir koordinieren, funktioniert es nicht«, erklärt Daniela Lahn. Die Tierprofis müssen den Eisprung bestimmen und die beiden – normalerweise leben sie getrennt – unter Aufsicht zusammenführen. »Sonst kann es zu Verletzungen kommen.« Bei den Roten Pandas, den Patentieren der WIRO, drückt das Zoo-Team alle Daumen. Jordan und Pjat leben erst seit Kurzem im selben Gehege, beide sind noch blutjung und unerfahren. Das Dilemma: Das Weibchen ist nur einmal im Jahr, für wenige Tage, empfängnisbereit. »Die fruchtbaren Tage sind gerade vorbei, aber wir haben nur einen winzigen Funken Hoffnung.« Denn Austragung und Aufzucht bei den Roten Pandas sind eine äußerst sensible Angelegenheit. »Das geht oft erst gut, wenn die Weibchen etwas älter sind.« Aber im nächsten Jahr, schätzt die Kuratorin, stehen die Chancen für ein Panda-Baby gar nicht schlecht. geckos sind ein gutes Beispiel. In der Natur leben sie nur auf wenigen Quadratkilometern, in einem kleinen Tal in Tansania. Weil die Menschen sie wegen ihrer Schönheit einfangen und in Terrarien halten, sind sie vom Aussterben bedroht. Kuratorin Daniela Lahn und ihre Kollegen konnten sich in den vergangenen Wochen mehrfach über Nachwuchs freuen: Bei den Gürteltieren, wohnhaft in einer WG mit den Weißgesicht- Seidenaffen im Südamerika-Haus, sind Ende Januar zwei Buben geboren. Da sie sich tagsüber in ihre Höhlen verziehen, bekommen Besucher die putzigen Jungen leider kaum zu Gesicht. Mitte des Jahres ziehen sie in andere Zoos um. Auch die drei Pinguin-Küken, geboren Anfang April, machen sich noch rar. Erst mit etwa zwei Monaten werden sie flügge und lassen sich draußen blicken, sagt Pfleger Max Martin. Mehr Glück haben Rostocker bei den Huftieren. Im Zwergziegen-Gehege können sie niedliche Zicklein streicheln. Der jüngste Nachwuchs bei den lustigen Lamas ist erst wenige Tage alt, aber auf seinen staksigen Beinen weicht er der Herde nicht von der Seite. Auch der vier Wochen alte Pferdeantilopen-Junge Hagrid traut sich langsam an die frische Luft. Und die Kamerunschafe haben gleich achtmal Nachwuchs zur Welt gebracht. Daniela Lahn bei den Kamerunschafen. Mit dem Nachwuchs klappt es hier wie geschmiert. Bei den Lamas gab es im Februar und im April Nachwuchs. Weiterer könnte unterwegs sein – das sieht man den wuscheligen Besucherlieblingen nicht an. Pferdeantilope Hagrid wurde am 24. März geboren. Bei den Zwergflusspferden muss das Zoo-Team nachhelfen. Mehr Tierbabys auf www.zoo-rostock.de FOTOS: MATHIAS RÖWENSTHAL Wohnen + Leben 5

Das KundenCenter Lütten Klein bekommt Verstärkung: Am 1. Juni treten die ersten beiden Quartiershausmeister der WIRO ihren Dienst an. Sie sind fortan zwischen Ostseeallee und Helsinkier Straße unterwegs. Die neuen Kollegen bekommen ein festes Revier, mit jeweils gut 1.000 Wohnungen, südlich der Warnowallee. Die Quartiershausmeister schauen nach dem Rechten, erledigen kleine Reparaturen, wechseln beispielsweise defekte Leuchtmittel in den Treppenhäusern. Sie kontrollieren, ob in den Häusern und drumherum alles verkehrs- sicher und ordentlich ist. »Das entlastet uns Wohnungsverwalter, denn wir können nicht immer vor Ort sein und prüfen, ob jeder Flur gereinigt wurde oder ob alle Außenanlagen sauber sind«, erklärt Candy Bliemeister aus dem KundenCenter Lütten Klein. Zumal die Herausforderungen wachsen. Der Stadtteil im Nordwesten ist dicht besiedelt, die Mieterschaft vielfältig, die Lebensweisen sind unterschiedlich. Eine unerfreuliche Folge, über die sich gerade die älteren Mieter ärgern: Müll landet öfter in den Außenanlagen, Einkaufskörbe werden zweckentfremdet und stehen herrenlos kreuz und quer im Quartier. Die Haus- meister werden sich darum kümmern. Neben handwerklichem Geschick ist in dem Job körperliche Fitness gefragt, schließlich kommen am Tag etliche tausend Schritte und Treppenstufen zusammen – auch wenn die beiden viele Wege mit ihrer »fahrenden Werkstatt« erledigen: einem Lastenrad, bestückt mit den wichtigsten Utensilien. KundenCenter-Leiterin Claudia Schuster erklärt, warum sie außerdem Wert auf Empathie und eine offene Art legt: »Unsere neuen Kollegen haben eine wichtige soziale Funktion.« Als Gesichter der WIRO im Quartier finden sie hoffentlich, so wünscht sie es sich, schnell einen Draht zu den Mietern. Sie sind Ansprechpartner und Bindeglied, klären Anliegen auf schnellem Weg mit den Kollegen aus dem KundenCenter. »Sie haben alles im Blick, auch wenn ein Briefkasten überquillt oder ein älterer Mieter für längere Zeit nicht zu sehen ist.« Die Kosten für die Quartiershausmeister werden, wie bei den Hausmeistern der großen WIROWohnanlagen, größtenteils auf die Mieter umgelegt. Die Mieter, die es betrifft, bekommen einen Brief mit ausführlichen Informationen. Dafür werden auf der anderen Seite Kosten für externe Hausmeisterdienste eingespart. Das Projekt in Lütten Klein ist ein Test, angesetzt ab 1. Juni auf zwei Jahre. Wenn es gut ankommt, könnte das Modell »Quartiershausmeister« bei der WIRO Schule machen. IM QUARTIER Wohnungsverwalterin Candy Bliemeister (rechts) und KundenCenter-Leiterin Claudia Schuster. FOTO: MATHIAS RÖVENSTHAL UNTERWEGS 6 Wissenswertes

R udolf Mütschow hat fürs Interview einen Stapel Fotos zurechtgelegt. Ganz oben eine alte Schwarz-Weiß-Aufnahme: Eine Horde Kinder, ordentlich aufgereiht vorm Haus, er als kleiner Butscher mittendrin. »Der Fotograf kam hin und wieder in unsere Straße, hat uns zusammengerufen und fotografiert.« Ein paar Tage später brachte er die fertigen Abzüge, bot sie den Familien zum Kauf an. »Sonst gäbʼs kaum Bilder aus der Zeit, nach dem Krieg hatte keiner einen Fotoapparat.« Rudolf Mütschow war erst ein paar Monate alt, als seine Eltern 1946 mit ihm und den beiden großen Schwestern von Langenort ins Hansaviertel umzogen. Das Ostseestadion gabʼs noch nicht, dafür kleine Kolonialwarenläden an den Straßenecken und viel Platz für die Jungen und Mädchen in der Nachbarschaft. So brav, wie sie fürs Foto standen, waren sie selten, erzählt der gelernte Maler schmunzelnd. »Die ganze Straße gehörte uns, es gab nur ein einziges Auto weit und breit.« Sie haben Treibball gespielt und Brummkreisel. Oder sie waren beim Kartoffelstoppeln in der Südstadt, damals noch Acker. Es gab wenig, alles war knapp. Rudolf Mütschow zeigt ein verblasstes Foto, seine Mutter als junge Frau. Sie lacht fröhlich in die Kamera und hält zwei Zicklein auf dem Arm. »Auf dem Hinterhof hatten wir einen kleinen Stall, auch für die Hühner.« D ie vielen Kinder im Viertel wurden älter. Sie wollten einen Platz für sich. 1960 bekamen sie von der Stadt die Erlaubnis, sich im Barnstorfer Wald einen Jugendclub zu bauen – heute ist das der Greifclub. Eines Tages kam Bärbel zum Tanz. Eine fesche Reutershägerin, die dem groß gewachsenen Rudolf gleich gefiel. Lange hielten sie ihre Liebe geheim. Als er sein Mädchen endlich den Eltern vorstellte, kurz vor Weihnachten 1967, war sie schon im sechsten Monat schwanger. Seine Familie nahmʼs gelassen. »Meine Schwiegermutter hat mich mit offenen Armen empfangen«, erinnert sich Bärbel Mütschow, gelernte Schneiderin. Nach der Hochzeit blieb trotzdem erstmal alles beim Alten, denn eine freie Wohnung gabʼs nicht. Bärbel hat mit der ersten Tochter noch vier Jahre bei ihren Eltern gewohnt und Rudolf bei seinen. Als im Nachbarhaus eine kleine Wohnung frei wurde, sind die älteren Mütschows dorthin umgezogen und überließen der jungen Familie die große Wohnung. Da war die zweite Tochter schon unterwegs. Heute haben die Mütschows vier Enkeltöchter und drei Urenkeltöchter. Weil die oft zu Besuch kommen, wurden die drei Zimmer nie zu groß. »Meine Frau wollte früher immer eine Neubauwohnung mit Zentralheizung.« Bei aller Liebe kam das für ihn nie infrage. »Wo man mich auch aussetzt, ich würde immer wieder nach Hause kommen.« Bis in die 60er-Jahre haben die Mieter auf den Innenhöfen Tiere gehalten und Gemüse angebaut. Auf dem Foto ist Rudolf Mütschows Mutter mit zwei Zicklein zu sehen. Die Mietergärten verschwanden später, die grünen Innenhöfe im Hansaviertel sind heute nur noch zum Entspannen da. Rudolf Mütschow wohnt fast sein ganzes Leben, seit 80 Jahren, in derselben Wohnung in der Kölner Straße. Ein ganzes Leben Rudolf und Bärbel Mütschow FOTOS: MATHIAS RÖVENSTHAL 7 Wohnen + Leben

Jens Anders snackt kein Platt. Eigentlich nicht der Erwähnung wert – wäre er nicht ausgerechnet der Vorsitzende vom Plattdeutsch-Verein »Klönsnack-Rostocker 7 e.V.« Der gebürtige Sachsen-Anhaltiner hat sich dem Erhalt der Sprache Norddeutschlands verschrieben. Und so ganz stimmt der erste Satz natürlich nicht. »Ich kann es nicht sprechen, aber ich verstehe Plattdeutsch und zum Mitsingen reicht es allemal.« Der 71-Jährige begleitet den Verein schon lange musikalisch mit seinem Akkordeon. Als die Mitglieder ihn vor vier Jahren fragten, ob er den Vorsitz übernehmen, den Verein zusammenhalten möchte, hat er gleich ja gesagt. Das lückenhafte Sprachvermögen macht er locker wett: Als ehemaliger Quartiersmanager von Toitenwinkel und langjähriges Mitglied im Ortsbeirat ist er in Rostock bestens vernetzt. Die Klönsnacker treten bei Festen auf, sie erfreuen die Bewohner in Pflegeheimen mit kleinen Programmen, veranstalten Gesprächszirkel und Lesungen, besuchen Kitas und Grundschulen. Es ist mühsam, eine Sprache zu retten. »Leider findet sie im Alltag kaum noch Platz. Sehr schade, denn Platt ist regionale Kultur, die verbindet.« Um zu zeigen, wie liebenswert und unverblümt Plattdeutsch sein kann, richtet der Verein einmal im Jahr den Plattdeutschen Büchertag aus. Am 6. Juni wird die Kunsthalle Rostock zur Buchmesse, mit Lesungen, Kulturbeiträgen und Gesprächsrunden. Draußen vor der Halle wird Kurzweil für Kinder und Familien geboten: geführte Spaziergänge, eine lustige Plattdeutsch-Rallye. Fantasia kommt mit dem Mitmachcircus. Plattsnacker 12. Plattdeutscher Büchertag Wann: 6. Juni, 11 bis 17 Uhr Wo: Stände und Stationen in der Kunsthalle und am Schwanenteich. Für Rostock Rostock ist ein guter Ort zum Leben. Dafür sorgt, neben vielen anderen Akteuren, auch die WIRO. Der größte Vermieter kümmert sich um mehr als 35.000 Wohnungen, um lebenswerte Wohnumfelder und starke Quartiere. Dazu zählt auch: Die WIRO unterstützt rund 110 Vereine, Initiativen und Projekte aus den Bereichen Sport, Kultur und Soziales. Wir stellen drei vor: ... ... FOTOS: DOMUSIMAGES · MATHIAS RÖWENSTHAL Jens Anders ist nicht nur Vorsitzender bei den Plattsnackern, sondern auch von der Alten Schmiede Toitenwinkel. 8 Wohnen + Leben

Am Rand von Lichtenhagen gibt’s einen Kinderbauernhof, den hätte Astrid Lindgren sich nicht schöner ausdenken können. Hier leben das Pony Raswin, RosettenMeerschweinchen Mister Hannelore, die anhängliche Katze Elli. Es gibt Schafe und Ziegen, üppiges Strauchwerk zum Höhlenbauen, Reitplatz und Feuerstelle, einen großen Garten mit Himbeeren und Gemüse. Der Kinderbauernhof gehört zum Familienkompetenzzentrum des ASB, einem modernen Ensemble mit Wohngruppen für Kinder, Jugendliche, alleinerziehende Eltern und vielen weiteren Angeboten zur Lebenshilfe. Kurz: Der ASB kümmert sich hier um Menschen, die es im Leben besonders schwer haben. Gerade in der Arbeit mit den Kindern spielen Tiere eine wichtige Rolle, erzählt Bauernhof-Leiterin AnneKathleen Schäfer. Tiere verlangen einen achtsamen Umgang, sie freuen sich über Zuneigung – und geben sie zurück. Die Mädchen und Jungen kümmern sich ums Ausmisten, ums Füttern und Streicheleinheiten. Der Erlebnishof steht nicht nur den ASB-Schützlingen offen. Kitas und Schulen können sich zum Besuch anmelden, und an zwei Nachmittagen in der Woche dürfen alle kommen, die wollen. seines Werkarchivs in die Hansestadt gebracht. Sie waren der Grundstock für das Kempowski-Archiv auf dem Klosterhof. Zur Sammlung auf drei Etagen gehören Manuskripte, Tagebücher, Objekte, die in seinen Büchern eine Rolle spielen, Fotos und Erinnerungen der Familie Kempowski. Auch die Zellentür aus dem Rostocker Untersuchungsgefängnis, in dem seine Mutter inhaftiert war, steht in der Ausstellung in dem alten Professorenhaus. Die 130 Mitglieder des Vereins »Kempowski Archiv Rostock – ein bürgerliches Haus« halten das Werk des Rostockers in Ehren. »Er war immerhin einer der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren«, erklärt Archiv-Leiterin Katrin Möller-Funck. An sechs Nachmittagen pro Woche, außer montags, ist die Ausstellung geöffnet. Es kommen Kempowski-Freunde aus der ganzen Welt. Einmal im Jahr organisiert der Verein die Kempowski-Tage, diesmal im Juli. Die Begeisterung lässt jedenfalls nicht nach. »Zu uns kommen viele Schüler und Studenten, das freut uns besonders.« Das Verhältnis zu seiner Heimat war nicht ungetrübt. Nach seiner Verhaftung 1948 und Ausreise in den Westen wollte Walter Kempowski erstmal lange nichts von Rostock wissen. Erst nach der Wende hat sich der Schriftsteller mit seiner Geburtsstadt versöhnt, Teile In Ehren Wie Bullerbü www.asb-kjh.de Kempowski-Archiv | Klosterhof 3 | Di bis So 14 bis 17 Uhr Das Archiv mit Kempowskis Manuskripten ist auch für Wissenschaftler eine Fundgrube. www.kempowski-archiv-rostock.de 9 Wohnen + Leben

MIETERLEXIKON – Fahrrad-Knigge im Haus Der Hausflur ist ein Fluchtweg und muss frei bleiben. In den meisten WIRO-Häusern gibt es Fahrradräume, alternativ Fahrradgaragen oder Boxen neben dem Haus. Mieter dürfen ihr Rad im privaten Kellerabteil deponieren – der allgemeine Kellergang ist dagegen tabu. Brandschutz: Akkus von E-Bikes sind ein Risiko, defekte Modelle können schlimme Brände auslösen. Darum ist das Laden in den allgemeinen Fahrradräumen nicht erlaubt, selbst wenn dort Steckdosen vorhanden sind. Die WIRO plant, in den nächsten Jahren nach und nach auf unbedenkliche Lademöglichkeiten für E-Mobilität umzurüsten. Die werden speziell ausgewiesen. Wo dürfen Fahrräder überhaupt stehen? Fahrradfahren ist gesund und schont die Umwelt. Darum ist es gut, dass viele WIRO-Mieter einen Drahtesel haben. Oder zwei. Oder gar auch drei. Leider sieht es in der Realität so aus, dass Räder oft nutzlos und fahruntüchtig in den Fahrradräumen der WIRO-Häuser stehen – und sich keiner mehr drum kümmert. Manchmal sind die Besitzer schon längst weggezogen. Bei den WIRO-Wohnungsverwaltern sorgen solche »Fahrradleichen« regelmäßig für Kopfweh. Die Fahrradräume sind für alle Mieter da und der Platz ist begrenzt. Wenn den Verwaltern bei ihren Begehungen auffällt, dass ein Rad seit Ewigkeiten nicht bewegt wurde, befestigen sie einen Zettel mit einer Frist. Danach wird das Rad entsorgt oder je nach Zustand kostenpflichtig eingelagert. So weit muss es aber nicht kommen: Wenn Mieter ihr Fahrrad für längere Zeit nicht nutzen, kennzeichnen sie es am besten mit ihrem Namen – das verhindert Missverständnisse. Weitere Infos rund um das Mietverhältnis: www.WIRO.de/Lexikon Wenn ein Haustier stirbt, ist der Kummer riesengroß. »Hund und Katze sind oft vollwertige Familienmitglieder und der Verlust ist sehr schmerzvoll«, weiß Torsten Falke. Der Tierbestatter hat sich nach langer Anstellung selbstständig gemacht und bei der WIRO eingemietet. »Seinen toten Liebling bei der Tierkörperbeseitigung abzugeben, ist heute für viele Menschen unvorstellbar. Sie wollen einen würdevollen Abschied.« Der Rostocker kümmert sich um die Einäscherung von Hund, Katze und allen anderen Haustieren bis 60 Kilo. »Echsen und Schildkröten waren auch schon dabei.« Der Rostocker holt das Tier ab, zu Hause oder beim Tierarzt – »meist noch am selben Tag« – und bringt es zu einem Krematorium in Hamburg. »Bei uns ist alles sehr persönlich. Wir wissen immer, wo sich das Tier gerade befindet. Das ist für viele Tierhalter wichtig.« Sie können ihr Tier einzeln einäschern lassen, die Asche kommt rund 14 Tage später zurück. Bei der Gemeinschaftskremierung wird es auf dem Streubeet des Krematoriums beigesetzt. »Das ist ein Ort des Gedenkens, den die Familie jederzeit besuchen kann.« Abschied in Würde Falke Tierbestattung Telefon: 0381 45680626 erreichbar von 8 bis 20 Uhr Infos & Preise auf: www.falke-tierbestattung.de FOTO: ADOBESTOCK.COM Wissenswertes 10

Andreas Buck am Reliefbrunnen in der Langen Straße. Neue Frequenzen im Kabelnetz Ende April – genauer: in der Nacht vom 28. zum 29. April zwischen 0 und 5 Uhr – bekommen viele Fernsehsender einen neuen Sendeplatz. Der Rostocker Kabelnetzbetreiber Infocity sortiert die Frequenzen neu. Wichtig für WIRO-Mieter: Fernseher, Receiver und Modem müssen in dieser Nacht am Strom bleiben. Dann finden moderne Geräte die neuen Frequenzen automatisch. Sollten am nächsten Morgen Sender fehlen, hilft ein manueller Sendersuchlauf. Falls Internet und Telefon haken, empfiehlt Infocity eine Trennung des Modems für 10 Minuten vom Strom und einen Neustart. Brunnenwasser ist kein Badewasser. Darum ist Abkühlen im Reliefbrunnen in der Langen Straße eigentlich tabu. Andreas Buck weiß aber, dass an heißen Sommertagen nicht jeder Knirps der Versuchung widerstehen kann. Der Teamleiter der Hausmeister für den Parkraumservice: »Darum achten wir penibel darauf, dass nichts im Becken liegt, an dem man sich verletzen kann.« Seit Anfang April sprudeln die vier Wasserspeier wieder, täglich zwischen 10 und 20 Uhr. Die WIRO hat vor 19 Jahren die Patenschaft für den Brunnen übernommen, kümmert sich um Wartung und Kontrolle. Jeden Morgen schaut ein Kollege aus dem Team, ob nix im Wasser schwimmt, keine Glasscherbe oder Kippe auf dem Beckenboden liegt. Er misst den pH-Wert, kontrolliert, ob das Wasser schmierig ist oder sich verfärbt – und wechselt die 6.000 Liter aus, sobald es Not tut. Gut zu wissen: Der Reliefbrunnen stammt vom Bildhauer Jo Jastram. Er hat die Sandstein-Skulptur 1962 geschaffen. Es war die Zeit des Wiederaufbaus der Langen Straße zur prächtigen Magistrale der Hansestadt. Der Brunnen »Menschen am Wasser« sollte die Verbindung der Rostocker zum Meer symbolisieren. Auf vier großen Sandsteinblöcken sind beidseitig alltägliche Szenen zu sehen: badende Familien, spielende Kinder und Fischer in ihrem Boot. Es macht übrigens Spaß, versteckte Details zu suchen: ein Häschen in seiner Höhle, Fische oder ein Eichhörnchen. Menschen am Wasser Fragen? Telefon 0381 405 880 www.infocity-rostock.de persönlich in den Kundenzentren am Steintor und Doberaner Platz FOTOS: MATHIAS RÖWENSTHAL FOTO: ADOBESTOCK.COM Wissenswertes 11

Bewegung ist wichtig. Für die Gesundheit, das geistige Wohlbefinden. Das gilt für alle. Der Verband für Behinderten- und Rehabilitationssport MV (VBRS) fördert Sportangebote für Menschen mit Einschränkungen. Wir haben mit Geschäftsführer Reno Tiede gesprochen. In Kürze: Was macht der VBRS? Unser Verband initiiert und koordiniert Sport für Menschen mit Behinderungen und den Rehasport. Menschen mit oder nach einer Erkrankung bekommen vom Arzt eine Verordnung, beispielsweise für Aquagymnastik oder Herzsport. Rehasport darf nicht jeder anbieten. Wir bilden Übungsleiter in den Profilen Orthopädie, Psychiatrie und Innere Medizin aus, die dann in Physiotherapiepraxen, Vereinen und Studios arbeiten. Allein in diesem Jahr rechnen wir mit rund 70 neuen Übungsleitern. Daran sieht man, dass die Nachfrage nach Rehasportangeboten groß ist. Auf der anderen Seite fördern wir den Breiten- und Leistungssport für Menschen mit körperlichen, geistigen und Sehbeeinträchtigungen. Rostocker Vereine bieten rund 10 Para-Sportarten an. Die Rostocker Goalballer, bei denen Sie sich selbst mit viel Herzblut als Spieler und Trainer engagieren, kennt man. Was gibt´s sonst noch? Wir haben in Rostock vier Leistungszentren für den Parasport: für Goalball, Leichtathletik, Schwimmen und Rollstuhlfechten. Aktuell haben wir 22 Bundeskader und 33 Landeskader, so viele wie noch nie. Genauso wichtig ist uns der Breitensport. Inklusiver Mannschaftssport ist längst etabliert: die Inklusionsmannschaft vom F.C. Hansa Rostock mit etwa 100 Sportlern, Rollstuhlbasketball beim PSV oder eben Goalball. Für jede Art von Beeinträchtigung gibt es Angebote, von Tischtennis bis Radsport. Für die Jüngsten geht es los mit den »Para Youngstars«: Kinder zwischen drei und zehn Jahren können unterschiedliche Sportarten ausprobieren, später gehen sie dann hoffentlich in einen Verein. Warum ist Parasport wichtig? In MV ist fast jedes zweite Kind übergewichtig. Wenn man früh Freude am Sport und an der Bewegung entwickelt, prägt das fürs Leben. Für Kinder mit Einschränkungen gilt das in besonderer Weise. Wer nicht sehen kann oder eine Prothese hat, bewegt sich weniger und langsamer. Da muss es passende Angebote geben. Wie finden Familien passende Angebote? Viele Eltern von Kindern mit Einschränkungen hören ein »Nein«, wenn sie ihr Kind irgendwo anmelden wollen – und geben dann auf. Sie können sich an uns wenden, wir kennen die Vereine und haben das Netzwerk. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, ist bei unseren Para Games am 2. Mai willkommen. An vier Standorten richten wir Wettkämpfe in fünf Para-Disziplinen aus. Wir freuen uns über viele Zuschauer. Parallel veranstalten wir ein Familienfest an allen vier Wettkampfstätten mit vielen Mitmachstationen. In diesem Jahr wird es einen besonderen Shuttle zwischen den Stationen geben: barrierefreie Pferdekutschen. Sport für alle Goalball: CJD-Campus Para Leichtathletik: Leichtathletikstadion Rollstuhlbasketball: Arena Tschaikowskistraße Rollstuhlfechten: Komplexhalle am Leichtathletikstadion Inklusions-Fußball: CJD-Campus Familienfest: 2. Mai, 10-13 Uhr kostenlos & barrierefrei! Programm unter: www.vbrs-mv.de/para-games Para Games am 2. Mai TalentTage »Wir zeigen dir den Weg in deine Para Sportart« am 5. und 6. Juni Infos: www.vbrs-mv.de/talenttage FOTOS: MATHIAS RÖVENSTHAL 12 Wissenswertes

»Hansestadt Lübeck & Naturerlebnis Wakenitz am 21. und 28. Mai | 115 € 7:40 Uhr Warnemünde, Haltestelle Werft 7:45 Uhr Lichtenhagen, Haltestelle Güstrower Straße 7:55 Uhr Warnowallee, Haltestelle Osloer Straße 8:00 Uhr Neu: Evershagen, Haltestelle Ehm-Welk-Straße 8:10 Uhr Reutershagen Markt 8:30 Uhr Südstadt, Haltestelle Stadthalle Die erste Station ist der Anleger von Rothenhusen. Auf dem Schiff geht es die Wakenitz entlang, die wegen ihrer urwüchsigen Uferlandschaft auch als »Amazonas des Nordens« bezeichnet wird. Das Mittagessen, eine zünftige Erbsensuppe, gibt’s an Bord. Am Anleger Moltke-Brücke wartet ein Stadtführer, der die Reisegruppe mit spannenden Anekdoten durch die Altstadt begleitet. Die Tour endet am Europäischen Hansemuseum. Die weltweit größte Ausstellung zur Geschichte der Hanse ist wie eine Reise durch die 1.000-jährige Geschichte des mächtigen Handelsbündnisses. Die Besucher laufen durch mittelalterliche, liebevoll nachgebaute Szenerien. Seit dem vergangenen Jahr gibt es ein neues Highlight: eine 360°-Videoprojektion, bei der Geschichte und Gegenwart verschmelzen. Nach der 90-minütigen Führung kehrt die Reisegruppe vor der Heimreise noch in einem gemütlichen Café ein. Reiseklub Den ausgefüllten Coupon bitte bis zum 5. Mai an: Joost’s Ostsee-Express, Schulstraße 24, 18211 Rethwisch, Telefon 038203 86111 oder info@joost.de Alle Fahrten werden von »Joost’s Ostsee-Express« im eigenen Namen und auf eigene Rechnung durchgeführt. Die Verträge kommen direkt zwischen den Teilnehmern und dem Busunternehmen zustande. Sie können auch im Internet buchen: www.joost.de/reisen/unterwegs- mit-dem-reiseklub-wakenitz-luebeck-1/ Amazonas des Nordens Lübeck? Da sagen jetzt sicher viele: »Da war ich doch schon zigmal.« Warum sich die Reiseklub-Ausfahrt im Mai trotzdem lohnt: Anmeldung »Hansestadt Lübeck und Naturerlebnis Wakenitz« 21. Mai 28. Mai | Preis: 115 Euro Vorname: Nachname: Straße PLZ Telefon Hiermit bestelle ich verbindlich Busplätze Mein Einstieg/Bushaltestelle Ort/Datum Unterschrift FOTOS: ADOBESTOCK.COM 13 Veranstaltungen + Termine

Lesen ist großartig – nur was? Für alle WIROMieter, die Inspiration suchen, präsentiert der Rostocker Buchblogger Stefan Härtel jeden Monat ein aktuelles Buch. Sein Buch-Tipp im April: Der Roman »Kumari« von Philip Krömer. 2001 war für die Geschichte Nepals ein schicksalsträchtiges Jahr. Während in den Straßen Kathmandus das Opferfest Desain begangen wird, planen maoistische Rebellen den Sturz des nepalesischen Königshauses. Zeugin der Revolution wird die Kumari, ein Mädchen, das dem hinduistischen Glauben nach die Inkarnation der Göttin Taleju darstellt. Allwissend, jedoch unfähig einzuschreiten, führt sie uns durch eine Geschichte voller Intrigen und Verrat, veralteter Religion und verfehlter Politik. Philip Krömers beeindruckender Roman »Kumari« ist ein Musterbeispiel für grandios erzählten Geschichtsunterricht – spannend wie ein Thriller, märchenhaft im Ton und historisch aufschlussreich. Booksters Buchtipp Philip Krömer, »Kumari«, Hardcover Septime Verlag 2025, 216 Seiten, 24 Euro FOTO: MATHIAS RÖVENSTHAL Wer mehr wissen will: Eine ausführliche Besprechung zu »Kumari« gibt es auf www.WIRO.de/ magazin Wenn die Zuschauer die Stadthalle betreten, um die Rostock Seawolves bei ihren Heimspielen lautstark zu unterstützen, ist alles perfekt: Der Videowürfel spielt die bunten Einspieler ab, die LED-Werbebanden leuchten und auf den Stühlen warten die Klatschpappen auf ihren Einsatz. Wer sind die fleißigen Helfer im Hintergrund? Ines Keller-Bialles und Michael Vieth sind schon lange vor und noch lange nach dem Spiel in der »Wolfshöhle« anzutreffen. Die Vollblut-Fans sind treue Vereinsmitglieder bei den Baltic Pirates e.V., dem Fanclub der Rostock Seawolves. Einst saßen sie als Zuschauer in der Halle. Sie wollten mehr, wollten vom Rang in die erste Reihe, mit Fahne und Trommel. Sie wollten in der Halle den Ton angeben, der sich auf die Spieler überträgt und bestenfalls zum Sieg peitscht. Aber: Fan sein heißt auch Opfer bringen. Mit dem Aufstieg der Seawolves in die BBL stieg das Pensum für die ehrenamtlichen Helfer. Ohne die kommt nämlich auch ein Verein im Profisport nicht aus. Allein der Aufbau des Spielfeldes dauert mindestens vier Stunden, der Abbau nach dem Spiel nochmal drei. Wie bei den Basketballern kommt es auch bei den Pirates auf das Zusammenspiel an, damit bis zum Einlass jedes Kabel liegt. Text: Michael Meiners (Regio TV Rostock) www.balticpiratesrostock.de So schlagen Fan-Herzen ++++ Mehr über die Baltic Pirates e.V. erfahren Sie in der neusten Folge der Vereinsgeschichten, einer Kooperation von Regio TV Rostock und WIRO: www.WIRO.de/youtube ++++ Wissenswertes 14

Lösungswort: 15 FOTOS: ADOBE STOCK.COM Ein Huhn gibt es zweimal. Findest du es?

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