WIRO_April_2026

Lesen ist großartig – nur was? Für alle WIROMieter, die Inspiration suchen, präsentiert der Rostocker Buchblogger Stefan Härtel jeden Monat ein aktuelles Buch. Sein Buch-Tipp im April: Der Roman »Kumari« von Philip Krömer. 2001 war für die Geschichte Nepals ein schicksalsträchtiges Jahr. Während in den Straßen Kathmandus das Opferfest Desain begangen wird, planen maoistische Rebellen den Sturz des nepalesischen Königshauses. Zeugin der Revolution wird die Kumari, ein Mädchen, das dem hinduistischen Glauben nach die Inkarnation der Göttin Taleju darstellt. Allwissend, jedoch unfähig einzuschreiten, führt sie uns durch eine Geschichte voller Intrigen und Verrat, veralteter Religion und verfehlter Politik. Philip Krömers beeindruckender Roman »Kumari« ist ein Musterbeispiel für grandios erzählten Geschichtsunterricht – spannend wie ein Thriller, märchenhaft im Ton und historisch aufschlussreich. Booksters Buchtipp Philip Krömer, »Kumari«, Hardcover Septime Verlag 2025, 216 Seiten, 24 Euro FOTO: MATHIAS RÖVENSTHAL Wer mehr wissen will: Eine ausführliche Besprechung zu »Kumari« gibt es auf www.WIRO.de/ magazin Wenn die Zuschauer die Stadthalle betreten, um die Rostock Seawolves bei ihren Heimspielen lautstark zu unterstützen, ist alles perfekt: Der Videowürfel spielt die bunten Einspieler ab, die LED-Werbebanden leuchten und auf den Stühlen warten die Klatschpappen auf ihren Einsatz. Wer sind die fleißigen Helfer im Hintergrund? Ines Keller-Bialles und Michael Vieth sind schon lange vor und noch lange nach dem Spiel in der »Wolfshöhle« anzutreffen. Die Vollblut-Fans sind treue Vereinsmitglieder bei den Baltic Pirates e.V., dem Fanclub der Rostock Seawolves. Einst saßen sie als Zuschauer in der Halle. Sie wollten mehr, wollten vom Rang in die erste Reihe, mit Fahne und Trommel. Sie wollten in der Halle den Ton angeben, der sich auf die Spieler überträgt und bestenfalls zum Sieg peitscht. Aber: Fan sein heißt auch Opfer bringen. Mit dem Aufstieg der Seawolves in die BBL stieg das Pensum für die ehrenamtlichen Helfer. Ohne die kommt nämlich auch ein Verein im Profisport nicht aus. Allein der Aufbau des Spielfeldes dauert mindestens vier Stunden, der Abbau nach dem Spiel nochmal drei. Wie bei den Basketballern kommt es auch bei den Pirates auf das Zusammenspiel an, damit bis zum Einlass jedes Kabel liegt. Text: Michael Meiners (Regio TV Rostock) www.balticpiratesrostock.de So schlagen Fan-Herzen ++++ Mehr über die Baltic Pirates e.V. erfahren Sie in der neusten Folge der Vereinsgeschichten, einer Kooperation von Regio TV Rostock und WIRO: www.WIRO.de/youtube ++++ Wissenswertes 14

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