WIRO_April_2026

Nicht immer ist die Fortpflanzung so ein Selbstläufer wie bei den Schafen. Die Zwergflusspferde beispielsweise tun sich schwer. Nimba und Onong haben in mehr als zehn Jahren nur ein Baby bekommen, das war 2020. »Es ist kompliziert. Ohne dass wir koordinieren, funktioniert es nicht«, erklärt Daniela Lahn. Die Tierprofis müssen den Eisprung bestimmen und die beiden – normalerweise leben sie getrennt – unter Aufsicht zusammenführen. »Sonst kann es zu Verletzungen kommen.« Bei den Roten Pandas, den Patentieren der WIRO, drückt das Zoo-Team alle Daumen. Jordan und Pjat leben erst seit Kurzem im selben Gehege, beide sind noch blutjung und unerfahren. Das Dilemma: Das Weibchen ist nur einmal im Jahr, für wenige Tage, empfängnisbereit. »Die fruchtbaren Tage sind gerade vorbei, aber wir haben nur einen winzigen Funken Hoffnung.« Denn Austragung und Aufzucht bei den Roten Pandas sind eine äußerst sensible Angelegenheit. »Das geht oft erst gut, wenn die Weibchen etwas älter sind.« Aber im nächsten Jahr, schätzt die Kuratorin, stehen die Chancen für ein Panda-Baby gar nicht schlecht. geckos sind ein gutes Beispiel. In der Natur leben sie nur auf wenigen Quadratkilometern, in einem kleinen Tal in Tansania. Weil die Menschen sie wegen ihrer Schönheit einfangen und in Terrarien halten, sind sie vom Aussterben bedroht. Kuratorin Daniela Lahn und ihre Kollegen konnten sich in den vergangenen Wochen mehrfach über Nachwuchs freuen: Bei den Gürteltieren, wohnhaft in einer WG mit den Weißgesicht- Seidenaffen im Südamerika-Haus, sind Ende Januar zwei Buben geboren. Da sie sich tagsüber in ihre Höhlen verziehen, bekommen Besucher die putzigen Jungen leider kaum zu Gesicht. Mitte des Jahres ziehen sie in andere Zoos um. Auch die drei Pinguin-Küken, geboren Anfang April, machen sich noch rar. Erst mit etwa zwei Monaten werden sie flügge und lassen sich draußen blicken, sagt Pfleger Max Martin. Mehr Glück haben Rostocker bei den Huftieren. Im Zwergziegen-Gehege können sie niedliche Zicklein streicheln. Der jüngste Nachwuchs bei den lustigen Lamas ist erst wenige Tage alt, aber auf seinen staksigen Beinen weicht er der Herde nicht von der Seite. Auch der vier Wochen alte Pferdeantilopen-Junge Hagrid traut sich langsam an die frische Luft. Und die Kamerunschafe haben gleich achtmal Nachwuchs zur Welt gebracht. Daniela Lahn bei den Kamerunschafen. Mit dem Nachwuchs klappt es hier wie geschmiert. Bei den Lamas gab es im Februar und im April Nachwuchs. Weiterer könnte unterwegs sein – das sieht man den wuscheligen Besucherlieblingen nicht an. Pferdeantilope Hagrid wurde am 24. März geboren. Bei den Zwergflusspferden muss das Zoo-Team nachhelfen. Mehr Tierbabys auf www.zoo-rostock.de FOTOS: MATHIAS RÖWENSTHAL Wohnen + Leben 5

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