Das KundenCenter Lütten Klein bekommt Verstärkung: Am 1. Juni treten die ersten beiden Quartiershausmeister der WIRO ihren Dienst an. Sie sind fortan zwischen Ostseeallee und Helsinkier Straße unterwegs. Die neuen Kollegen bekommen ein festes Revier, mit jeweils gut 1.000 Wohnungen, südlich der Warnowallee. Die Quartiershausmeister schauen nach dem Rechten, erledigen kleine Reparaturen, wechseln beispielsweise defekte Leuchtmittel in den Treppenhäusern. Sie kontrollieren, ob in den Häusern und drumherum alles verkehrs- sicher und ordentlich ist. »Das entlastet uns Wohnungsverwalter, denn wir können nicht immer vor Ort sein und prüfen, ob jeder Flur gereinigt wurde oder ob alle Außenanlagen sauber sind«, erklärt Candy Bliemeister aus dem KundenCenter Lütten Klein. Zumal die Herausforderungen wachsen. Der Stadtteil im Nordwesten ist dicht besiedelt, die Mieterschaft vielfältig, die Lebensweisen sind unterschiedlich. Eine unerfreuliche Folge, über die sich gerade die älteren Mieter ärgern: Müll landet öfter in den Außenanlagen, Einkaufskörbe werden zweckentfremdet und stehen herrenlos kreuz und quer im Quartier. Die Haus- meister werden sich darum kümmern. Neben handwerklichem Geschick ist in dem Job körperliche Fitness gefragt, schließlich kommen am Tag etliche tausend Schritte und Treppenstufen zusammen – auch wenn die beiden viele Wege mit ihrer »fahrenden Werkstatt« erledigen: einem Lastenrad, bestückt mit den wichtigsten Utensilien. KundenCenter-Leiterin Claudia Schuster erklärt, warum sie außerdem Wert auf Empathie und eine offene Art legt: »Unsere neuen Kollegen haben eine wichtige soziale Funktion.« Als Gesichter der WIRO im Quartier finden sie hoffentlich, so wünscht sie es sich, schnell einen Draht zu den Mietern. Sie sind Ansprechpartner und Bindeglied, klären Anliegen auf schnellem Weg mit den Kollegen aus dem KundenCenter. »Sie haben alles im Blick, auch wenn ein Briefkasten überquillt oder ein älterer Mieter für längere Zeit nicht zu sehen ist.« Die Kosten für die Quartiershausmeister werden, wie bei den Hausmeistern der großen WIROWohnanlagen, größtenteils auf die Mieter umgelegt. Die Mieter, die es betrifft, bekommen einen Brief mit ausführlichen Informationen. Dafür werden auf der anderen Seite Kosten für externe Hausmeisterdienste eingespart. Das Projekt in Lütten Klein ist ein Test, angesetzt ab 1. Juni auf zwei Jahre. Wenn es gut ankommt, könnte das Modell »Quartiershausmeister« bei der WIRO Schule machen. IM QUARTIER Wohnungsverwalterin Candy Bliemeister (rechts) und KundenCenter-Leiterin Claudia Schuster. FOTO: MATHIAS RÖVENSTHAL UNTERWEGS 6 Wissenswertes
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