Lesen ist großartig – nur was? Für alle WIROMieter, die Inspiration suchen, präsentiert der Rostocker Buchblogger Stefan Härtel jeden Monat ein aktuelles Buch. Sein Buch-Tipp im Juni: Der Roman »Little Hollywood« von Inga Hanka. Leonie hat gerade ihr Abitur geschafft. Der letzte Sommer vor dem sogenannten Rest des Lebens beginnt. Es ist das Jahr 1999 und damit endet nicht nur die Schulzeit, sondern ein ganzes Jahrtausend; nicht mehr lange und die Zukunft beginnt. Familiär muss Leonie einige Probleme stemmen; zum Ausgleich flüchtet sie in die Welt der Filme, die sie sich in einer Videothek ausleiht. Dort arbeitet Jo, ein Klassenkamerad, der mit seiner wilden, unangepassten Art sehr faszinierend auf Leonie wirkt. »Little Hollywood« ist eine berührende Coming-of-age-Geschichte und ein nostalgischer Blick auf eine Zeit, die noch nicht lange her, aber dennoch vergangen ist. Booksters Buchtipp FOTO: MATHIAS RÖVENSTHAL Wer mehr wissen will: Eine ausführliche Besprechung zu »Little Hollywood« gibt es auf www.WIRO.de/ magazin Wenn Kinder mit ernster Miene ihre Kuscheltiere auf kleinen Tragen durchchecken lassen, dann ist das Teddybärkrankenhaus wieder im Einsatz – ein deutschlandweit etabliertes Projekt, das es seit über 20 Jahren auch an der Unimedizin Rostock gibt. Kindern soll hier spielerisch die Angst vor medizinischen Untersuchungen genommen werden, erklärt der ärztliche Projektleiter Doktor Gernot Rücker. Organisiert wird die jährlich stattfindende Aktion mithilfe von Studentinnen und Studenten der Human- und Zahnmedizin, die in einer Woche mehrere Hundert Kinder empfangen. Vom Check-in über die Untersuchung bis hin zur Behandlung durchlaufen die lütten Gäste dieselben Stationen wie in einer echten Klinik – nur eben mit ihren Kuscheltieren. So lernen sie medizinische Geräte kennen, dürfen selbst Verbände anlegen und erleben, wie freund- lich und transparent Medizin sein kann. Die Vorbereitungen für die Aktionswoche im Teddybärkrankenhaus starten immer schon ein halbes Jahr vorher, erklärt Studentin Clara Vogt. Kleine Medizintütchen mit Smarties werden gebastelt, Röntgenbilder der Kuscheltiere erstellt und Krankenkassenkarten ausgeschnitten. Das Teddybärkrankenhaus an der Rostocker Unimedizin wird durch Spenden finanziert. TEXT: GOLO SCHMIEDT Inga Hanka, »Little Hollywood«, Hardcover, Ecco Verlag 2026, 352 Seiten, 24 Euro ++++ Wer mehr über den Betrieb im Teddybärkrankenhaus erfahren will: Hier geht´s zur neusten Folge der Rostocker Vereinsgeschichten: www.WIRO.de/youtube ++++ Teddy muss ins Krankenhaus FOTO: JAN ZUCH 14 Veranstaltungen + Termine
RkJQdWJsaXNoZXIy NTI3Ng==