Der Müll wird nie alle. Kaum hat Marcel Behrens eine Runde geschafft, könnte er direkt wieder von vorn anfangen. Mal ist es ein Teebeutel, den jemand direkt aus dem Küchenfenster entsorgt hat. Mal ein herrenloser Einkaufswagen oder ein altes Schuhregal im Gebüsch. Seit dem Sommer arbeitet der 30-Jährige als Quartiershausmeister bei der WIRO in Lütten Klein, genau wie Ronny Vogt. Jeder hat sein Revier, rund 1.000 Wohnungen südlich der Warnowallee. Die Männer sorgen für Ordnung im Wohnumfeld und in den Häusern. Sie haben die Verkehrssicherheit im Blick, kümmern sich um kleine Reparaturen, wechseln Glühbirnen in den Treppenhäusern und Kellerfluren. Bei den Mietern kommen die neuen Gesichter der WIRO sehr gut an, freut sich KundenCenter-Leiterin Claudia Schuster. Die Lütten Kleiner sind dankbar, dass jemand nach dem Rechten schaut und dass sie ihre Sorgen vor der Haustür loswerden können. »Die Kollegen geben uns direkt Bescheid, wenn beispielsweise ein Hausflur nicht gereinigt wurde. Wir arbeiten Hand in Hand, genauso hatten wir uns das vorgestellt.« Jeden Arbeitstag starten die Männer im KundenCenter, hier haben sie ihr eigenes Reich und hier parken auch ihre mobilen Werkstätten: schnieke schwarze Lastenräder, in denen sie Werkzeuge, Handschuhe und Müllbeutel transportieren. Ronny Vogts Resümee nach dem ersten Sommer: »Die Mieter haben uns herzlich aufgenommen und wir kennen schon viele Gesichter.« Ein Schwätzchen hier und da gehört zum Job. »Dabei erfahren wir, wo es klemmt oder ob es irgendwelche Probleme gibt.« Ein Beispiel: Ein Nachbar war schon lange nicht mehr Ronny Vogt (links) und Marcel Behrens sind ein Gewinn für Lütten Klein. FOTO: MATHIAS RÖVENSTHAL Das KundenCenter Lütten Klein hat seit Juni zwei neue sympathische Gesichter: Marcel Behrens und Ronny Vogt sind die ersten Quartiershausmeister der WIRO. Sie sind zwischen Ostseeallee und Helsinkier Straße unterwegs – und haben bei vielen Mietern schon einen Stein im Brett. Gut fürs Quartier »Die Mieter haben uns herzlich aufgenommen und wir kennen schon viele Gesichter.« vor der Tür und sein Briefkasten quillt über. »Wir informieren das KundenCenter und die Kollegen kümmern sich.« Der Schwaaner hat vorher bei einem Störungsdienst gearbeitet. »Da hat mir der Kontakt zu Menschen gefehlt.« Marcel Behrens fällt noch ein großer Pluspunkt ein: »Wir sind immer an der frischen Luft und können uns das Geld fürs Fitnessstudio sparen. Auf unsere 10.000 Schritte und jede Menge Treppenstufen kommen wir jeden Tag.« 5 Wohnen + Leben
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