Machen die bösen Jungs einen Bogen um Rostock? »Leider nein. Die Fallzahlen steigen zwar kaum, dafür aber die Zahl der Versuche. Die Wahrheit ist: Viele Einbrüche scheitern, weil Bewohner es den Tätern schwermachen.« Mit hochmoderner Technik? »Einfache Maßnahmen bewirken schon viel. Einbrecher haben wenig Zeit, um sich Zutritt zu verschaffen. Gerade in Mehrfamilienhäusern ist das Risiko der Entdeckung hoch. Dauert es länger, geben sie auf. Die größten Schwachstellen sind Fenster und Terrassentüren im Erdgeschoss, hier steigen Täter in 80 Prozent der Fälle ein. Nie auf Kipp lassen! Oft macht Nachlässigkeit den Einbruch erst möglich. Das beginnt damit, dass man nachts die Wohnungstür nicht abschließt oder vergisst, den Schlüssel abzuziehen.« Was können Mieter zusätzlich tun? »Bei einem hohen Sicherheitsbedürfnis empfehle ich beispielsweise Pilzkopfzapfen an den Fenstern. Die lassen sich im Gegensatz zu normalen Rollzapfen kaum aufhebeln. Auch abschließbare Fenstergriffe haben sich bewährt. Gute Lösungen für die Wohnungstür sind Panzerriegel und moderne Türzylinder fürs Schloss. Achten Sie beim Kauf immer auf eine VdS-Zertifizierung. Wichtig: Jeder Einbau muss vorab mit dem Vermieter abgesprochen und fachmännisch ausgeführt werden.« Ein anderes Dauerthema: Fahrradklau. Wie sichere ich mein Rad? »Nutzen Sie, wenn vorhanden, den Fahrradraum im Haus. Und sichern Sie das Rad doppelt mit zwei unterschiedlichen Schlossarten, etwa einem Bügel- und einem Faltschloss. Diebe haben selten Werkzeug für beide Typen dabei.« Haben Sie einen letzten Profi-Tipp? »Der beste Schutz sind aufmerksame Nachbarn. Halten Sie Augen und Ohren offen. Lassen Sie keine Fremden ins Haus. Bitten Sie Nachbarn, im Urlaub den Briefkasten zu leeren, denn volle Kästen locken Diebe an. Wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt, wählen Sie die 110. Lieber einmal zu viel als zu wenig.« Mieterlexikon Zuerst die gute Nachricht: Das Risiko, in Rostock Opfer eines Wohnungseinbruches zu werden, ist gering. Mit 155 Fällen im Jahr 2025 gehört die Hansestadt nicht zu den gefährlichen Pflastern. Trotzdem nutzen Einbrecher gern die dunkle Jahreszeit aus. Polizeioberkommissar Uwe Kaatz gibt Tipps, wie sich Mieter schützen können. Riegel vor! Viele weitere Infos rund ums Wohnen auf www.WIRO.de/Lexikon Kostenlose Beratung Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle Ulmenstraße 54 Termine mit Uwe Kaatz unter Telefon 0381 49163130 oder per E-Mail an uwe.kaatz@polmv.de Welche Einbauten durch die WIRO möglich sind, können Mieter mit ihrem Wohnungsverwalter besprechen. Für Sicherheitseinbauten in Eigenregie gilt: Beim Auszug muss die Wohnung im Originalzustand übergeben werden. Ein eigener Schließzylinder ist fix gegen den alten zurückgetauscht. Bei Panzerriegeln oder angebohrten Fenstersicherungen wird es schon schwieriger. In jedem Fall gilt: Fragen Sie vorher bei der WIRO nach. Hinweis FOTO: MATHIAS RÖVENSTAHL 13 Wissenswertes
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