Es duftet nach Kokosstreuseln. Heute ist Mittwoch und Kuchentag im »T´winkelhus«. Die ehrenamtlichen Bäckerinnen haben sich wieder selbst übertroffen, ruft ein Besucher quer über die Tische im Foyer. Willkommen im DRK-Mehrgenerationenhaus in Toitenwinkel! Im Kleiderstübchen bekommen ausrangierte Klamotten eine neue Chance. Rechts: Leiterin Maria Mauga hat im Haus den Hut auf. Annelene Neubauer schätzt das SBZ als wichtigen Treffpunkt im Stadtteil. A us den Familienzimmern hört man Kinderla- chen bis auf den Flur. In der Töpferei arbeiten die Kursteilnehmerinnen hochkonzentriert an Gespenstern aus Ton. Im Kleiderstübchen stöbern ein paar junge Mädchen zwischen Wollpullovern, Winterjacken, Skihosen, Babystramplern und Herrenhemden. Alles Kleiderspenden von Rostockern, die gegen eine Schutzgebühr zwischen 50 Cent und 2 Euro weitergegeben werden. Annelene Neubauer sortiert gerade bunte Gummistiefel für Kinder ins Regal. Die 87-Jährige – so fidel, dass sie für viel jünger durchgeht – ist fast jeden Mittwoch da, um zu helfen. Auch in der Küche packt sie mal mit an oder bei Aufräumaktionen im Haus. Anfangs kam sie als Besucherin, jeden Montag zum Seniorensport. »Nach und nach wurde mehr daraus. Im Kleiderstübchen fühle ich mich besonders wohl, die Beratung liegt mir im Blut.« Das »T’winkelhus« in der Olof-Palme-Straße ist wichtig für den Stadtteil, findet die gelernte Verkäuferin. »Hier trifft man viele nette Leute.« Im feinen Tanzcafé, im Nähkurs oder am Tauschregal im Flur. Der große Wochenplan am Eingang ist von oben bis unten voll mit Angeboten. Ein volles Haus 6 Wohnen + Leben
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