WIRO_Oktober_2026

klubs. Jedes Ziel wählt er akribisch und mit Bedacht aus. »Es muss von A bis Z passen. Das Essen ist zum Beispiel ganz wichtig!« Und die Führungen müssen auch für die machbar sein, die nicht gut zu Fuß sind. Das größte Problem ist meistens: »Wir packen zu viel Programm in einen Tag und müssen am Ende abspecken.« Ein Ziel für 2027 steht übrigens schon fest, auf Wunsch vieler Mieter. »Es geht noch einmal nach Hiddensee.« Ankunft in Günz, einem kleinen Dorf bei Barth. Die NABU-Kranichwelten sind ein moderner, schwarzer Klotz mitten in der Landschaft. Die WIROMieter staunen über ausgestopfte Kraniche unter der Decke, lauschen den Rufen aller 15 Kranicharten. Amelie vom NABU führt die WIRO-Gruppe durch die Ausstellung. Sie erklärt, dass Kraniche bis zu 1.200 Kilometer am Stück fliegen und dass ihre Luftröhre über einen Meter lang ist. Die lauten Trompetenrufe, die sie damit erzeugen können, kennt Inge Flemming gut. Wenn sie morgens in ihrem Bett in Evershagen liegt, fliegen im Herbst täglich Kraniche über ihr WIRO-Haus. »Die kommen vom Schnatermann und fliegen Richtung Doberan«, erzählt sie auf dem Weg zum »Kranorama«, einem Ausguck mit Blick auf die Günzer Seewiesen. Hunderte Kraniche stehen dort auf ihren langen Beinen und picken Mais- und Weizenkörner. Insgesamt 10.000 rasten aktuell in der Boddenlandschaft auf ihrem Weg von Skandinavien in den Süden. Es ist 14 Uhr und die Reisegruppe hat Hunger. Nach wahlweise Zander, Roulade oder Pute im Hafen von Barth fährt Maik Harder die Rostockerinnen und Rostocker nach Zingst, zum Höhepunkt des Tages: eine Fahrt auf der »Sundevit« über den Barther Bodden bis nach Pramort. An der Meerenge wollen sie später in der Dämmerung den Kranicheinflug beobachten. Das Fahrgastschiff gleitet vorbei an Reetdächern und Segelbooten. Karsten Peter, ein erfahrener Kranichexperte vom NABU, vertreibt den Gästen die Zeit mit unterhaltsamen Fakten und Fotos, auf denen schwarz- weiße Vögel tanzen, springen, balzen, kämpfen. Die Sonne geht langsam unter, so richtig kitschig wie ein Feuerball. Viele Gäste klettern mit Ferngläsern und Fotoapparaten aufs Deck. Und da kommen sie tatsächlich: In perfekter V-Formation fliegen die Graukraniche übers Wasser zu ihren Schlafplätzen auf den kleinen Inseln. Auf der Rückfahrt nach Rostock am späten Abend sind sich alle einig: Der Reiseklub hat sich wieder gelohnt. Eindrücke von der Kranich-Tour, von links: Auf der »Sundevit« und bei den Kranichwelten in Günz. WIRO-Reiseleiter Daniel Radziock und Fahrer Maik Harder sorgen dafür, dass alles rundläuft. »Alles ist organisiert, ich muss mich um nichts kümmern. Besser geht es nicht.« So reisen WIRO-Mieter: Für den Reiseklub hat sich die WIRO einen Partner gesucht: »Joost’s Ostsee-Express« veranstaltet die Fahrten. Die Tagestouren zwischen Mai und November werden mit einem Coupon in der »WIRO aktuell« angekündigt. Die Verträge kommen direkt zwischen den Teilnehmern und dem Busunternehmen zustande. 9 Wissenswertes

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