WIRO_August_2026

www.tag-des- offenen-denkmals.de Die Radrennbahn ist Kurt Welkes ganzer Stolz. Tag des offenen Denkmals Am 13. September zwischen 11 und 16 Uhr beteiligt sich die Radrennbahn am Tag des offenen Denkmals, mit historischen Führungen und Rennen der Steher und Dernys. Bauleiter wäre sie wohl nie fertig geworden. Ständig tauchten neue Probleme auf. Zum Beispiel: Wie betoniert man eine sehr schräge Betonbahn, ohne dass der Beton gen Boden fließt? Die Rettung war Ulrich Müthers Betonspritzverfahren, das hatte der ursprünglich für seine berühmten Schalenbauten wie den Teepott ausgetüftelt. Die Bahn hatte nach ihrer Fertigstellung 1986 goldene Jahre. Große Namen haben hier trainiert, wichtige Wettkämpfe wurden ausgetragen. Seit ein paar Jahren versuchen ein paar Radsportverrückte wie Gerhard Geßler, die historische Bahn wieder mehr ins Bewusstsein der Rostocker zu bringen. Sie fürchten, dass sie an Bedeutung verliert, weil in Schwerin ein modernes Radsportzentrum gebaut wird – und alle Förderung künftig dorthin fließen könnte. Was ihnen Mut macht: Die Rostocker Radrennbahn ist nun offiziell ein Baudenkmal. »Damit eröffnen sich hoffentlich neue Möglichkeiten«, wünscht sich Geßler. Er weiß schon, wie er Zuschauer anlocken will: mit Steher-Rennen. Dabei knattern Motorräder auf der Rennbahn vorweg. Die Fahrer, Schrittmacher genannt, stehen auf ihren Fußrasten. Dicht dahinter, in ihrem Windschatten, erreichen Radsportler bis zu 70 km/h. Der Rad-Enthusiast war 45 Jahre lang Schrittmacher, sehr erfolgreich, er war Deutscher Meister und Europameister. »Der Klang der Motoren, die Geschwindigkeit, das muss man erleben, das ist unglaublich.« Zu den Rennen auf der Rostocker Radrennbahn kommen regelmäßig bis zu 500 Zuschauer aus ganz Deutschland. Am 5. September wird zum 16. Mal der Ostseepreis der Steher in Rostock ausgetragen. Der Eintritt ist frei. Ostseepreis der Steher | 5. September ab 13 Uhr | Radrennbahn am Damerower Weg 26 »Wie betoniert man eine sehr schräge Betonbahn, ohne dass der Beton gen Boden fließt?« FOTOS: MATHIAS RÖVENSTAHL 9 Wohnen + Leben

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