Pulver für Gelenke N eben Vitamin C und Antioxidantien stecken in der Hagebutte Galaktolipide – sie verhindern, dass entzündungsfördernde weiße Blutkörperchen in geschädigte Gelenke eindringen. Studien belegen, dass Arthroseschmerzen durch sie gemildert werden. Wichtig: Die Früchte müssen schonend verarbeitet werden, denn bei hohen Temperaturen zerfallen die empfindlichen Pflanzenstoffe. Fürs Hagebutten- pulver halbieren oder vierteln Sie die Früchte. Die Kerne bleiben drin, sie enthalten wertvolle Inhaltsstoffe. Auf Backpapier verteilen und bei maximal 45 °C (am besten Umluft) komplett durchtrocknen lassen, was etwa 8 bis 12 Stunden dauert. Die Ofentür einen Spalt breit offenlassen, damit die Feuchtigkeit abzieht. Alternativ: 2 bis 3 Wochen an einem geschützten, warmen Ort trocknen lassen. Die Hagebutten sind fertig, wenn sie steinhart sind und bei Druck zerbrechen. Anschließend im Mixer oder in einer Kaffeemühle zu einem sehr feinen Pulver vermahlen – das ist wichtig, damit die Härchen an den Kernen nicht im Hals kratzen. In einem luftdichten Schraubglas hält sich das Pulver problemlos ein Jahr. Sie können es beispielsweise in Joghurt, Smoothies oder ins Müsli rühren. Mal was anderes als Erdbeer und Kirsch: Hagebuttenmus. Aus der Naturapotheke: Hagebuttenpulver lindert Arthroseschmerzen. Mus für jede Gelegenheit F ruchtig-säuerliches Hagebuttenmus ist ein Geheimtipp. Zuerst schneiden Sie Blütenansätze und Stiele der Hagebutten ab. Lassen Sie die Früchte mit der Flüssigkeit 30 bis 40 Minuten weichkochen. Grob pürieren und anschließend durch ein sehr feines Sieb streichen, damit die Kerne und juckenden Härchen herausgefiltert werden. Wiegen Sie das aufgefangene Hagebuttenmark ab und mischen es im Verhältnis 2:1 mit Gelierzucker (z. B. 600 g Mus mit 300 g Gelierzucker). Vier Minuten sprudelnd kochen lassen. Füllen Sie das heiße Mus in sterile Gläser und verschließen sie fest. T ipp: Die Marmelade schmeckt nicht nur als Brotaufstrich oder im Joghurt, sondern auch zu herzhaften Gerichten. Sie können etwas Mus in dunkle Soßen oder ins Salatdressing rühren, auch zur Käseplatte passt es perfekt. Sie brauchen: 1 kg frische Hagebutten, 500 ml Wasser oder Apfelsaft, Gelierzucker 2:1 Hagebutten können bis in den Dezember geerntet werden. Nach den ersten frostigen Nächten haben sich die bitteren Gerbstoffe teilweise in Zucker umgewandelt und sie schmecken süßer. Nur wenn sie matschig sind, sollte man sie hängenlassen. Gut zu wissen: Grundsätzlich sind alle Hagebutten genießbar. Aber nur die Früchte von Wildrosen sind schmackhaft. Der Klassiker ist die Hundsrose (Rosa canina), auch Heckenrose genannt. Sie wächst an Feldwegen und Waldwegen. Ihre Früchte sind oval, schmal und leuchtend rot. Auch die Kartoffel- oder Apfelrose (Rosa rugosa) ist an der Ostsee verbreitet, sie wurde früher zur Dünenbefestigung eingesetzt und wächst dort bis heute. Die Hagebutten sind groß, dick und plattrund wie kleine Tomaten. Sie enthalten mehr Fruchtfleisch als die Hundsrosen und sind leichter zu verarbeiten. Hundsrose Kartoffelrose 11 Wohnen + Leben
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